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Bombardier streicht in Deutschland bis zu 2200 Arbeitsplätze

Bombardier streicht in Deutschland bis zu 2200 Arbeitsplätze
Bombardier-Werk in Hennigsdorf (Brandenburg). FOTO: dpa, rje pil
Hennigsdorf. Der kanadische Bahnhersteller Bombardier will bis zu 2200 seiner 8500 Stellen in Deutschland streichen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.

Der Personalabbau verteile sich über alle Werke, teilte das Unternehmen am Donnerstag weiter mit. "Alle Standorte in Deutschland bleiben erhalten", sagte der Aufsichtsratschef Wolfgang Tölsner am Donnerstag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums in Hennigsdorf. 

"Wir müssen uns neu aufstellen", sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. "Mit dieser Aufstellung werden wir Innovationen fördern und uns fit für die Zukunft machen." Ziel ist es, die Standorte stärker zu spezialisieren. Aufsichtsratschef Wolfgang Tölsner betonte, die Eckpunkte für den Umbau seien in dem Kontrollgremium einvernehmlich beschlossen worden.

Voraussichtlich werden vor allem ostdeutsche Standorte betroffen sein: Hennigsdorf in Brandenburg verliere 2019 die Großserienproduktion von Zügen und damit auch 400 bis 500 Arbeitsplätze, sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. Görlitz in Sachsen solle sich auf Wagenkästen spezialisieren und könne bis zu 800 Arbeitsplätze verlieren. In Bautzen könne die Beschäftigtenzahl dagegen sogar steigen. 

Das Unternehmen hat sieben Produktionsstandorte in Deutschland. Geplant ist der Stellenabbau bis 2020. Die genaue Anzahl der Stellen, die gestrichen werde, hänge von der Marktentwicklung und dem Auftragseingang ab, teilte Bombardier weiter mit. Unter den bis zu betroffenen 2200 Arbeitsplätzen seien etwa 700 Leiharbeiter. Bis 2019 solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Bombardier hatte erst im vergangenen Jahr 1430 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen. Der kanadische Bombardier-Konzern steckt wegen Problemen in seinem Flugzeuggeschäft in den roten Zahlen. Die Zugsparte macht dagegen insgesamt zwar Gewinn, die Bilanz der deutschen Landesgesellschaft war jedoch über Jahre negativ.

(wer/dpa/REU)
 
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