Evonik: Boni-Kürzungen um 50 Prozent
zuletzt aktualisiert: 27.03.2009 - 15:00Essen (RPO). Der Industriekonzern Evonik ist nach eigenen Angaben bei der Umsetzung seines Kostensenkungsprogramms für 2009 vorangekommen und hat einen "Zukunftspakt" für seine Beschäftigten vereinbart. Darunter fallen drastische Bonuskürzungen für die Mitarbeiter.
Wie das Unternehmen am Freitag in Essen mitteilte, einigten sich Evonik-Vorstand, Konzernbetriebsrat, Konzernsprecherausschuss und IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) darin auf Maßnahmen zur Personalkostensenkung.
Die Vereinbarungen sehen vor, dass es für den Kreis der Konzernführungskräfte in diesem Jahr keine Anhebung der Grundvergütung geben wird. Überdies werden im laufenden Geschäftsjahr Bonusleistungen sowie vergleichbare variable Entgeltbestandteile um 50 Prozent gekürzt. Das betreffe alle Mitarbeiter - darunter auch den Vorstand, der diese Kostenreduzierung nun dem Aufsichtsrat vorschlagen werde, hieß es.
Betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen
Bis Mitte 2010 sind damit nun betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen - dies gelte vorbehaltlich einer deutlichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage des Konzerns. Die Umsetzung der Maßnahmen macht den Angaben zufolge eine befristete Anpassung bestehender Tarifverträge sowie kollektiv- oder individualvertraglicher Regelungen erforderlich. Die dazu nötigen Schritte werden in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern und der IG BCE umgesetzt.
Neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen sind die jetzt getroffenen Vereinbarungen laut Evonik ein wichtiger Baustein, um Einsparungen von insgesamt rund 100 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr bei den Personalkosten zu erzielen. Evonik hatte bereits kürzlich ein Kostensenkungsprogramm für 2009 im Volumen von 300 Millionen Euro angekündigt. Dabei entfallen zwei Drittel auf Sachkosten und ein Drittel auf Personalkosten.
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