Konkurrenzdruck aus Asien macht Bosch zu schaffen: Bosch: Einigung auf Sparpaket für Job-Erhalt
zuletzt aktualisiert: 20.07.2004 - 10:44Stuttgart (rpo). Auch bei Bosch gibt es harte Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat: Eine Peronalkostenreduzierung von jährlich rund sieben Millionen Euro soll dem Stellenabbau entgegenwirken.
Der Automobilzulieferer und Elektrokonzern Bosch hat sich mit dem Gesamtbetriebsrat geeinigt: Die Personalkostenreduzierung und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für drei Jahre ist unter Dach und Fach. Die Vereinbarung gelte für die deutschen Fertigungsstandorte für Elektrowerkzeuge mit Schwerpunkt im baden-württembergischen Leinfelden, teilte Bosch am Dienstag in Stuttgart auf Anfrage mit. Zudem werde die Produktion des Zweihand-Winkelschleifers nicht wie vorgesehen von Leinfelden ins Ausland verlagert.
Bosch begründete die Maßnahmen zur Kostensenkung mit dem hohen Konkurrenzdruck aus Asien. Von der Regelung betroffen seien neben dem Sitz des Geschäftsbereichs in Leinfelden mit 1400 Mitarbeitern auch die Werke in Murrhardt und im sächsischen Sebnitz. Mit dem Abschluss der Vereinbarung seien nicht nur Personalkosten gesenkt, sondern auch mehr Arbeitsflexibilität garantiert worden, hieß es.
Noch keine Einigung gab es dagegen für das Bosch-Werk in Feuerbach, in dem künftig Dieselruß-Partikelfilter gefertigt werden könnten. Dem Betriebsrat zufolge macht die Unternehmensleitung dies von einem Lohnverzicht von 17,5 Millionen Euro abhängig. Eine Konzern-Sprecherin sagte dazu lediglich, die Verhandlungen liefen weiter.
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