kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Opel-Werk Eisenach Panorama, 2009-0112
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Opel-Mutter vor Insolvenz: Bund schmiedet Pläne für GM-Pleite

zuletzt aktualisiert: 07.05.2009 - 08:05

Hamburg/Düsseldorf (RPO). Die Insolvenz der Opel-Mutter General Motors rückt näher. Angeblich arbeitet die Bundesregierung bereits an einem Krisenplan für den Fall, dass der US-Autobauer pleite geht. Demnach könnte der Bund Opel mit einer kurzfristigen Geldspritze über die Runden helfen. 

Die Bundesregierung arbeitet laut Presseinformationen an einem Krisenplan für den Fall einer GM-Insolvenz. Der Plan sehe auch "kurzfristige Liquiditätshilfen" für Opel vor, um den Betrieb des Autobauers aufrecht zu halten, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Regierungskreise. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sei in Abstimmung mit dem Kanzleramt und dem Bundesfinanzministerium mit dem Plan befasst.

Die Bundesregierung rechne intern mittlerweile fest damit, dass GM Ende Mai, Anfang Juni Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragen werde, heißt es in dem Bericht. Damit wird ermöglicht, den Betrieb aufrecht zu erhalten und zu sanieren, ohne die Forderungen der Gläubiger bedienen zu müssen, mit denen derzeit Verhandlungen laufen. Die US-Regierung hat beiden Seiten eine Frist bis zum 28. Mai gesetzt.

Berlin habe bisher dem Vernehmen nach keinen Überblick über die möglichen Auswirkungen einer GM-Insolvenz auf Opel. Als sicher gelte jedoch, dass die Rettung der europäischen Konzerntöchter dadurch erheblich erschwert würde. Allerdings dürften sich auch schnelle Finanzspritzen für Opel als schwierig gestalten. Diese dürfe der Bund insolventen Firmen eigentlich nicht gewähren. "Das Beste, was wir bis Ende Mai realistisch mit GM erreichen können, ist ein Letter of Intent oder ein verbindliches Angebot für Opel", zitierte die "FTD" Regierungskreise.

Irritationen über Fiat

Unterdessen gibt es Irritationen in Zusammenhang mit dem Opel-Interessentene Fiat: Wie unsere Redaktion aus Unternehmenskreisen erfuhr, führte Fiat-Chef Sergio Marchionne bisher kein Gespräch mit der GM-Spitze. GM-Chef Fritz Henderson habe sich in einer internen Runde "sehr irritiert" über das Verhalten des Fiat-Chefs gezeigt. Ein bei Fusionsverhandlungen und Übernahmen üblicher "Geheimhaltungsvertrag" (Non disclosure Agreement) habe Fiat bisher nicht unterzeichnet, hieß es. Die Geschäftszahlen der GM-Tochter Opel seien dem italienischen Autobauer deshalb bisher nicht bekannt.

Marchionne will aus seinem Konzern, Opel und Teilen des insolventen US-Herstellers Chrysler einen der größten Autohersteller weltweit formen. Das Konkursgericht in New York hatte am Dienstagabend grünes Licht für einen raschen Verkauf von Chrysler gegeben. Es wies Beschwerden von Chrysler-Gläubigern zurück, welche die von der US-Regierung eingeleitete Umstrukturierung des Konzerns stoppen wollten.

Steinmeier fordert Wettbewerb

Für SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sind beide Opel-Interessenten, Fiat und Magna, "strategische industrielle Investoren". Der "Saarbrücker Zeitung" sagte der Parteivize und Außenminister, er sei aber auf keines der beiden Unternehmen festgelegt. Zum Zuge kommen müsse "derjenige, der langfristig denkt, der alle Standorte und so viele Arbeitsplätze wie möglich in Deutschland sichert". An diesen Kriterien müssten sich die Bewerber messen lassen. Die Prüfung müsse "zügig, aber gründlich" erfolgen. "Wir dürfen Opel nicht an den Erstbesten verschenken, sondern müssen den Besten finden".

Steinmeier forderte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auf: "Legen Sie sich bitte nicht zu früh auf einen Interessenten fest. Ich will einen produktiven Wettbewerb um Opel, von dem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer langfristig profitieren".

Steinmeier erinnerte in dem Interview daran, dass im Februar, als er bei Opel in Rüsselsheim auftrat, viele das Unternehmen schon abgeschrieben hätten. "Ich bin froh, dass wir jetzt nicht mehr diskutieren, ob wir Opel retten, sondern wie".

Quelle: AFP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Fiat lockt Kunden mit Drei-Jahres-Tankgutschein

Nur ein Euro pro Liter

Fiat lockt Kunden mit Drei-Jahres-Tankgutschein

Der italienische Autobauer Fiat will mit einem besonderen Angebot Kunden anlocken. mehr 

Madrid: "Wir sind solvent und werden Krise meistern"

Schuldenkrise in Spanien

Madrid: "Wir sind solvent"

Spanien benötigt nach Auffassung der Madrider Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts keine Rettungsaktion der EU. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Schuldenkrise in Spanien

Madrid: "Wir sind solvent"

Französisches Familienunternehmen

Europas größter Geflügelproduzent Doux ist pleite

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Wladimir Putin in Berlin zu einem mehrstündigen Gespräch empfangen.

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sie sich im Kanzleramt mit Wangenkuss. Von F. Herrmann und G. Mayntz  mehr

 
Die Linke - Konferenz in Frankfurt

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Bei der Linken wird der Kampf ums Spitzenpersonal an diesem Wochenende entschieden – zumindest vorerst. Von Dana Schülbe  mehr

 
 
 

Menschenrechtsrat fordert Untersuchung

UN verurteilt Syrien wegen Hula-Massaker

 

Keine Lösung bis zum Herbst

SPD-Länder lehnen Steuerabkommen weiter ab

 

Debatte um marodes Atommüll-Lager

Altmaier will Lex Asse zur Atommüll-Bergung

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen