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"Kapitalerhöhung nicht gefährdet": BVB-Chef bestreitet riesigen Schuldenberg

zuletzt aktualisiert: 25.09.2004 - 13:10

Frankfurt/Dortmund (rpo).  BVB-Geschäftsführer Gerd Niebaum bestreitet den gigantischen Schuldenberg. Die Geschäftsführung der Borussia Dortmund (BVB) GmbH & Co. KGaA hat zudem keine Angst vor einem Geldstopp. Trotz der jüngsten negativen Schlagzeilen über die Finanzmisere sei die geplante Kapitalerhöhung sicher.

"Die Kapitalerhöhung ist nicht gefährdet. Wir haben bindende Erwerbsangebote von institutionellen Investoren", sagte BVB-Geschäftsführer Gerd Niebaum der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" nach einem am Samstag verbreiteten Vorabbericht.

Niebaum widersprach zudem Spekulationen über einen gigantischen Schuldenberg bei dem börsennotierten Fußballbundesligisten: "Dass wir Verbindlichkeiten von 150 Millionen Euro haben, ist schlicht falsch." Konkrete Zahlen nannte er mit Rücksicht auf die ad-hoc-Publizitätspflicht nicht. Das genaue Ausmaß der schwarz-gelben Finanzmisere wird die Geschäftsführung am 8. Oktober bekannt geben. Über die Kapitalerhöhung im Verhältnis 2:1 will der BVB maximal 24,4 Millionen Euro zur Schuldentilgung hereinholen.

Gegenüber der Zeitung wehrte sich Niebaum auch gegen persönliche Anfeindungen. "Seit 47 Monaten bin ich Geschäftsführer einer Börsengesellschaft, seit 20 Monaten beziehe ich kein Gehalt von der KGaA", erklärte der langjährige Präsident des Traditionsvereins. "Ich habe in 18 Jahren etwas aufgebaut." Am festen Willen, den Klub zu sanieren, ließ er keinen Zweifel.

Borussia Dortmund hat in der vergangenen Woche vorab in einer Pflichtveröffentlichung bekanntgegeben, dass der Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2003/2004 einen Verlust vor Abschreibungen, Buchverlusten, Zinsen und Steuern (Ebitda) von voraussichtlich 21 bis 22 Millionen Euro vorsieht. Bei Abschreibungen und Buchverlusten von rund 45 Millionen Euro, die zu 90 Prozent die bilanzierten Spielerwerte betreffen, liegt das negative Ebit bei 67 Millionen Euro - und damit am oberen Ende von Analystenerwartungen.

Quelle: afp

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