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Milliardendeal unter US-Modeketten
Calvin Klein schluckt Tommy Hilfiger

Milliardendeal unter US-Modeketten: Calvin Klein schluckt Tommy Hilfiger
Designer Tommy Hilfiger verkaufte sein Unternehmen 2005 für 1,6 Milliarden Dollar an das Investmentunternehmen Apax Partners. FOTO: AP, AP
New York (RPO). Die US-Modekette Tommy Hilfiger geht für drei Milliarden Dollar an den heimischen Rivalen Phillips-Van Heusen. Der bisherige Tommy-Eigentümer, Finanzinvestor Apax Partners, teilte mit, PVH bezahle in bar und Aktien.

Apax hatte den von US-Designer Tommy Hilfiger gegründeten gleichnamigen Modekonzern im Mai 2006 für 1,6 Milliarden Dollar übernommen und seither die Marke neu ausgerichtet. Ursprünglich war ein Börsengang im Gespräch gewesen, der aber 2008 abgesagt wurde. Phillips-Van Heusen vertreibt unter anderem die Marken Calvin Klein, Timberland und DKNY.

In Europa gibt es in London und Mailand Filialen. Mit dem Zukauf wolle sich PVH in Europa und Asien besser aufstellen, teilte die US-Bekleidungskette mit. "Tommy Hilfiger erfüllt all unsere Kriterien für einen Zukauf", sagte Phillips-Van Heusen-Chef Emanuel Chirico. Der Zukauf sollim zweiten Quartal abgeschlossen werden. PVH erhofft sich durch die Übernahme jährliche Einsparungen in Höhe von 40 Millionen Dollar.

Tommy-Chef Fred Gehring wird den Angaben nach auch unter dem Dach von Phillips-Van Heusen die Gruppe leiten. Zudem soll Gehring Chef der internationalen Geschäfte von PVH werden. Apax und PVH kennen sich aus der Vergangenheit. Der Investor hatte den Zukauf der Marke Calvin Klein durch Phillips-Van Heusen 2003 finanziert. PVH-Aktien reagierten vorbörslich mit Aufschlägen von knapp fünf Prozent auf 50,05 Dollar.

(RTR/csr)
 
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