Schließung aller Filialen: CDU und SPD kritisieren Pläne der Post
zuletzt aktualisiert: 14.06.2008 - 10:53Dortmund (RPO). Bis 2011 will die Deutsche Post möglichst alle ihrer 750 bisher noch in Eigenregie betriebenen Stützpunkte an private Partner abgeben. CDU und SPD kritisierten die Pläne scharf. "Verbraucherinteressen müssen vor Gewinnmaximierung stehen", sagte der postpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Alexander Dobrindt (CSU).
"Wir werden keine Hauruck-Aktionen der Deutschen Post akzeptieren. Ich erwarte, dass sie nicht pauschal alle Filialen schließt, sondern in jedem einzelnen Fall Kommunen und Bürger in den Entscheidungsprozess mit einbindet. Die Umwandlung dürfe nur zum Vorteil der Kunden erfolgen, sagte Dobrindt den "Ruhr Nachrichte".
Auch die SPD befürchtet Nachteile für die Kunden. "Die Filialen waren das qualitative Rückgrat der Post", sagte der postpolitische Sprecher der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion, Klaus Barthel, dem Blatt. So müssten Kunden womöglich weit fahren, um ihre Pakete abzuholen - weil den Postagenturen oft der Lagerplatz fehle.
Barthel habe zudem immer wieder mit Klagen der Postagentur-Betreiber zu tun, die sich über die schlechte Vergütung der Post beschwerten. Die Folge seien häufige Wechsel der Post-Partner.
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