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Essener Chemiekonzern
Kullmann soll langfristig Evonik-Chef Engel nachfolgen

Christian Kullmann soll langfristig Evonik-Chef Engel nachfolgen
Christian Kullmann ist derzeit Strategievorstand bei Evonik. FOTO: Evonik/Kirsten Neumann
Exklusiv | Essen. Der Chemiekonzern Evonik stellt die Weichen für die Nachfolge an der Konzernspitze. Demnach soll Christian Kullmann, derzeit Strategievorstand, langfristig Nachfolger von Klaus Engel werden, wie unsere Redaktion aus Politik-Kreisen erfuhr. Von Antje Höning

Engel wird am 21. April 60 Jahre, sein Vertrag läuft 2018 aus. Bereits jetzt übernimmt Kullmann (47) die Zuständigkeit für die gesamte Kommunikation: externe und politische Kommunikation, Investor Relations. Darüber wurde am Montag am Rande einer Sitzung des RAG-Kuratoriums informiert, wie es weiter heißt. Evonik ist zu zwei Dritteln im Besitz der RAG-Stiftung, die ab 2018 für die Ewigkeitskosten des Bergbaus aufkommt. Das Kuratorium, in dem unter anderem die Ministerpräsidenten von NRW und Saarland sowie Bundesminister sitzen, kontrolliert die RAG-Stiftung.

Die Neuordnung der Vorstandszuständigkeiten werde im Konzern bereits als starkes Signal gewertet, dass Kullmann den Chefposten übernehme, hieß es. 2017 solle ein Jahr des Übergangs werden.

 Christian Schmid neuer Leiter Konzernkommunikation

Stiftungs-Chef Werner Müller, der als Aufsichtsratschef von Evonik maßgeblich für die Personalien ist, schätzt Engel wie Kullmann seit Langem. Sie gelten als gutes Team. Engel hat aus dem Gemischtwarenladen einen reinen Chemiekonzern geformt, Immobilien und die Energietochter Steag erfolgreich verkauft. Die Kriegskasse ist voll. Kullmann sucht nun den großen, aber nicht überteuerten Zukauf, mit dem Evonik dauerhaft wachsen will. Die Aktie kann es gebrauchen: Sie notiert mit 27 Euro unter ihrem Ausgabekurs von 33 Euro, was die Eigentümer (neben der Stiftung vor allem Investor CVC) nicht erfreut.

Evonik teilte am Momtag  mit, dass Christian Schmid (bisher Chef politische Kommunikation) neuer Leiter der Konzernkommunikation wird. Er löst Rüdiger Oppers ab, der auf eigenen Wunsch ausscheidet.

Quelle: RP
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