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Der Streit um Opel ist beendet. Der Mutterkonzern General Motors hat am 16. Juni2010 verkündet, dass man Opel allein sanieren werde und deshlab auf staatliche Bürgschaften aus Deutschland verzichten werde. Wir zeigen die Chronologie des Opel-Dramas:
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November 2008: Opel bemüht sich wegen der Absatzkrise und des Milliardenminus' bei der Konzernmutter General Motors (GM) um eine staatliche Bürgschaft. Die Bundesländer signalisieren ihre Bereitschaft. Zuvor war die Produktion bereits drastisch gedrosselt worden.
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19. November 2008: Der Bonner Solaranlagenhersteller Solarworld will die vier deutschen Opel-Werke sowie das Entwicklungszentrum übernehmen. Voraussetzung für die Abgabe des Angebotes sei die komplette Trennung von Opel aus dem GM-Konzern und eine Kompensationszahlung von 40 000 Euro pro deutschem Arbeitsplatz, hieß es vom Unternehmen. Solarworld will Opel zum "ersten grünen europäischen Autokonzern weiterentwickeln".
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27. Februar 2009: Opel koppelt sich von GM ab. Die Europasparte werde künftig in einer teilselbstständigen Geschäftseinheit geführt, sagte der Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster. Den Kapitalbedarf bezifferte er auf 3,3 Milliarden Euro. Dieser müsse von der öffentlichen Hand bedient werden.
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April 2009: Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna und der italienische Autohersteller bekunden ihr Interesse an einem Einstieg bei Opel.
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14. Mai 2009: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) kann sich eine Treuhandlösung für Opel vorstellen, falls die Konzepte der beiden Interessenten akzeptabel seien.
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21. Mai 2009: Neben Magna und Fiat hat auch der US-Finanzinvestor Ripplewood über seine belgische Tochter RHJ International ein Angebot für Opel abgegeben.
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26. Mai 2009: Der chinesische Autohersteller BAIC äußert als vierter Bieter Interesse an Opel.
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27. Mai 2009: GM macht den Weg frei für eine eigenständige Zukunft Opels. GM überträgt die europäischen Fabriken, Rechte an den Technologien sowie Patente an die Adam Opel GmbH.
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30. Mai 2009: Magna einigt sich mit Bund, Ländern und GM auf eine Rettungskonzept. Das ist das Ergebnis eines Spitzentreffens im Kanzleramt. Zudem werde ein Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Magna will die vier deutschen Werke erhalten. Zuvor hatten sich Fiat und RHJ aus dem Bieterwettstreit zurückgezogen.
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5. Juni 2009: GM-Europe-Präsident Carl-Peter Forster erwartet einen Abschluss der Verhandlungen mit Magna bis Juli, "damit sollte der Deal bis September unter Dach und Fach sein". Die Bundesregierung hatte zuvor bekräftigt, dass auch die übrigen Bieter für Opel nicht aus dem Rennen seien.
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15. Juli 2009: RHJ stellt im Bundeswirtschaftsministerium sein verbessertes Angebot vor. Danach will der Investor alle vier deutschen Opel-Werke erhalten. Jede zehnte der 50 000 Stellen in Europa soll wegfallen. RHJI will etwa 300 Millionen Euro eigenes Geld mitbringen, verlangt aber 3,8 Milliarden Euro Staatsgarantien.
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6. August 2009: Laut GM-Verhandlungsführer John Smith machen die Gesprächen mit den Opel-Bietern Magna und RHJ Fortschritte. Allerdings sei das Angebot von RHJ einfacher strukturiert.
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11. August 2009: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht sich eindeutig für Magna aus. "Ich habe eine klare Präferenz für Magna, ich will das noch einmal deutlich sagen".
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21. August 2009: Eine Sitzung des GM-Verwaltungsrates bringt nicht die erhoffte Klarheit für Opel. Kreisen zufolge sprach sich das GM-Management für die Magna-Offerte aus. Allerdings habe der Verwaltungsrat sein Veto eingelegt und angemahnt, das Angebot von RHJ ernster zu nehmen.
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25. August 2009: In Berlin geht ein Gespräch zwischen Vertretern von Bund und Ländern sowie GM ohne Lösung zu Ende. Das Treffen habe deutlich gemacht, dass es im Verwaltungsrat von GM noch erheblichen Informationsbedarf gebe, hieß es aus Regierungskreisen. Zuvor hatte Onlineausgabe der "Financial Times Deutschland" berichtete, dass GM eine Lösung ohne deutsche Beteiligung erwäge. Demnach werde eine Alternative zu dem von Deutschland favorisierten Verkauf an Magna und dessen russischen Partner, die Sberbank, durchgespielt.
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26. August 2009: Laut einem Regierungspapier hat Opel bereits mehr als zwei Drittel des staatlichen Brückenkredits von 1,5 Milliarden Euro erhalten. Unterdessen rechnet Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nicht mit einem Verbleib Opels im US-Mutterkonzern.
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2. September 2009: RHJ bessert sein Angebot nach. An der Präferenz der Bundesregierung für Magna ändert sich aber nichts.
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3. September 2009: Laut "Wall Street Journal" will GM Opel behalten und eine Milliarde Euro investieren. Die gleiche Summe erhofft sich der Konzern von den europäischen Ländern mit Opel-Standorten.
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9. September 2009: Laut Kreisen geht GM-Chef Frederick Henderson ohne konkreten Vorschlag zu Opel in die neuerliche Verwaltungsratssitzung. Eine konkrete Entscheidung zu Opel erscheint den Insidern als unwahrscheinlich.
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10. September 2009: Der GM-Verwaltungsrat empfiehlt den Verkauf von Opel an Magna International/Sberbank.
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3. November 2009: Der Verwaltungsrat des US-Konzerns GM hat sich gegen den Verkauf von Opel ausgesprochen. GM will Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall in Eigenregie restrukturieren.
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24. November 2009: Bundeskanzlerin Merkel bestätigt, dass GM die letzte Tranche des Überbrückungskredits zurückgezahlt habe.
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25. November 2009: In Deutschland bleiben laut Reilly alle vier Werke erhalten. GM-Manager Nick Reilly bezifferte die Zahl der geplanten Stellenstreichungen in Deutschland auf etwa 50 bis 60 Prozent der insgesamt rund 9000 in Europa wegfallenden Stellen.
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15. Januar 2010: Reilly wird neuer Opel-Chef
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9. Februar 2010: GM will zur Opel-Sanierung bis 2014 rund elf Milliarden Euro investieren. 8300 der europaweit 48 000 Stellen sollen wegfallen. Allein in Deutschland sollten 3911 der rund 25 000 Arbeitsplätze wegfallen. Das Werk im belgischen Antwerpen wird geschlossen. Für die Umsetzung des Zukunftsplans bestehe ein Finanzierungsbedarf von 3,3 Milliarden Euro. GM will mit den europäischen Regierungen darauf hinarbeiten, von ihnen Kredite oder Kreditbürgschaften in Höhe von 2,7 Milliarden Euro zu erhalten. 1,5 Milliarden Euro sollen aus Deutschland kommen.
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2. März 2010: GM stockt den eigenen Sanierungsbeitrag für Opel auf 1,9 Milliarden Euro auf.
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21. Mai 2010: GM einigt sich mit den Opel-Mitarbeitern auf einen Sanierungsplan. Die Beschäftigten sollen demnach 265 Millionen Euro zur Sanierung beitragen.
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9. Juni 2010: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnt den Antrag GM auf eine Staatsbürgschaft über 1,1 Milliarden Euro ab. GM verfüge über ausreichend finanzielle Mittel und stünde wirtschaftlich besser da als vor der Insolvenz.
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16. Juni 2010: Opel zieht alle Bürgschaftsanträge in Europa zurück. Die Finanzierung werde jetzt intern geregelt, hieß es. Damit sei "der Weg frei für eine schnelle Umsetzung des Zukunftsplans".