Fiat darf einsteigen: Chrysler: 800 Autohäuser verlieren Konzession
zuletzt aktualisiert: 01.06.2009 - 12:05New York (RPO). Der Konkursrichter hat grünes Licht gegeben: Der italienische Autobauer Fiat darf beim insolventen US-Autokonzern Chrysler einsteigen. Damit verbunden ist eine drastische Ausdünnung des Händlernetzes in den USA. Chrysler hatte den Insolvenzantrag Ende April gestellt.
Die Entscheidung des Konkursrichters wurde am Montag in New York bekannt gegeben. Chrysler soll jetzt innerhalb von 60 Tagen umstrukturiert werden. Der Restrukturierungsplan sieht unter anderem eine drastische Ausdünnung des Händlernetzes in den USA vor. Knapp 800 und damit ein Viertel aller Verkaufshäuser verlieren die Konzession. Damit bleiben noch knapp 2400 Chrysler-Händler übrig.
Nach einer dreitägigen Anhörung bis zum vergangenen Samstag wollte ein US-Richter bis zum heutigen Montag über den Verkauf fast aller Chrysler-Anteile an den italienischen Autokonzern Fiat entscheiden. Richter Arthur Gonzalez äußerte sich am Freitag nach dem Ende einer elfstündigen Sitzung. Schon in den beiden Tagen zuvor hatte er sich in Marathonsitzungen die verschiedenen Argumente angehört.
Nach Ansicht von Chrysler könne die Zerschlagung des Unternehmens nur durch einen Verkauf an Fiat und die Gründung einer neuen Firma verhindert werden. Gegen den Verkauf protestiert haben Pensionsfonds aus dem US-Staat Indiana, die weniger als ein Prozent der Anteile an Chrysler halten. Sie sind der Ansicht, dass sie mehr als die zwei Milliarden Dollar bekommen sollten, die Chrysler ihnen für ihre 6,9 Milliarden Dollar Schulden geboten hat.
Es steht noch aus, ob die Fonds nun Berufung einlegen werden.
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