Werk in Detroit soll wieder öffnen: Chrysler will 1250 neue Jobs schaffen
zuletzt aktualisiert: 06.01.2012 - 07:40Chicago (RPO). Rund drei Wochen nach der Ankündigung, ein stillgelegtes Werk in Detroit wieder in Betrieb zu nehmen, hat der US-Autobauer Chrysler die Schaffung von weiteren 1250 Stellen an dem Standort angekündigt.
Der wieder erstarkte Konzern wolle in Detroit investieren und damit "das nächste Kapitel in unserer gemeinsamen Geschichte" schreiben, erklärte Chrysler-Chef Sergio Marchionne am Donnerstag. Der US-Konzern, der inzwischen vom italienischen Fiat-Konzern kontrolliert wird, wirbt derzeit mit einer erfolgreichen Kampagne unter dem Motto "Importiert aus Detroit".
Die Ankündigung, 1250 weitere Stellen zu schaffen, betrifft den Standort Jefferson North Assembly in Detroit, wo der Dodge Durango gebaut wird. Die dortige Belegschaft umfasst derzeit 2890 Mitarbeiter und soll nun erweitert werden. Erst Mitte Dezember hatte Chrysler die Wiedereröffnung des im Sommer 2010 geschlossenen Werks an der Conner Avenue angekündigt. In der Fabrik soll der Sportwagen Viper gebaut werden, das neue Viper-Modell solle Ende 2012 auf den Markt kommen. In dem Werk sollen 150 neue Jobs geschaffen werden.
Im Zuge der Wirtschaftskrise hatte die US-Autobranche 2009 einen herben Einbruch erlebt. Chrysler und General Motors mussten vorübergehend Insolvenz anmelden und Staatshilfen in Milliardenhöhe annehmen. Im krisengeschüttelten Detroit liegt die Arbeitslosenquote bei über 17 Prozent.
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