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Weltgrößter Bank droht Ärger: Citigroup der Marktmanipulation verdächtigt

zuletzt aktualisiert: 25.01.2005 - 14:38

Frankfurt/Main (rpo). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verdächtigt die amerikanische Citigroup, den größten Finanzkonzern der Welt, der Marktmanipulation. Das gab BaFin-Sprecherin Sabine Reimer am Dienstag bekannt. Der Citigroup droht damit intensiver Kontakt mit der deutschen Justiz.

Im Raum steht die mögliche Manipulation beim Handel mit Anleihen an der deutsch-schweizerische Terminbörse Eurex. Die BaFin übergab eine entsprechende Untersuchung an die Staatsanwaltschaft. Es gebe Hinweise auf Marktmanipulation, sagte Reimer in Frankfurt am Main.

Die Behörde ermittelt bereits seit Oktober vergangenen Jahres in der Angelegenheit. Laut BaFin drohen bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf BaFin-Präsident Jochen Sanio berichtet, habe sich der Verdacht der Manipulation bestätigt. Es gebe "klare Beweise". Deshalb sei Strafanzeige gegen mehrere Citigroup-Mitarbeiter gestellt worden.

Hintergrund ist ein kompliziertes Anlagegeschäft vom August vergangenen Jahres. Dabei soll die Citigroup der Zeitung zufolge innerhalb von zwei Minuten Anleihen im Volumen von elf Milliarden Euro verkauft und nach einer halben Stunde Papiere im Wert von vier Milliarden Euro wieder zurückgekauft haben. Dabei soll der weltgrößte Finanzdienstleister 17 Millionen Euro verdient haben.

Die Citigroup, die bereits des öfteren mit Aufsichtsbehörden in Konflikt geraten ist, will mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zusammenarbeiten. Nach verschiedenen Skandalen hatte der Citigroup-Chef Charles Prince mehrfach betont, eines der wichtigsten Ziele sei nun, das Ansehen seiner Bank in ethischen Fragen zu erhöhen. Nach einem Skandal in Japan, der zu dem Entzug einer Banklizenz für Privatkunden geführt hatte, waren bereits drei Citigroup-Manager entlassen worden.

Quelle: ap

 
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