Insgesamt Rückstellungen von fast fünf Milliarden Dollar: Citigroup zahlt 2,65 Milliarden Dollar Schadensersatz
zuletzt aktualisiert: 10.05.2004 - 16:34New York (rpo). Die US-Bank Citigroup will wegen irreführender Empfehlungen kurz vor dem Zusammenbruch des US-Telefonriesen WorldCom den Aktionären insgesamt 2,65 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen.
Anleger hatten die Bank nach dem Bilanzskandal und dem Bekanntwerden von Verbindungen des Analysten Jack Grubman der Wertpapiertochter Smith Barney zum WorldCom-Management verklagt.
Citigroup kündigte an, im zweiten Quartal Rückstellungen in Höhe von insgesamt 4,95 Milliarden Dollar für die WorldCom-Zahlungen und weitere mögliche Forderungen etwa aus dem Zusammenbruch des Energiehändlers Enron zu bilden. "Es ist wichtig, dass wir dieses unglückliche Kapitel hinter uns bringen, so dass wir uns auf unsere Wachstumsaussichten konzentrieren können", erklärte Citigroup-Chef Charles Prince. Die Bank betonte, das Zugeständnis an die Aktionäre bedeute kein Eingeständnis ihrer Schuld. Die Zahlungen seien akzeptiert worden, um Unsicherheiten über mögliche Belastungen der Firmenbilanz durch anhängige Klagen zu beseitigen.
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