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  Foto: AP, AP
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Geht Deutschland die Cola aus?: Coca-Cola-Beschäftigte drohen mit Warnstreik

zuletzt aktualisiert: 19.03.2010 - 15:05

Hamburg (RPO). Wegen drohender Stellenstreichungen bei Coca-Cola in Deutschland hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen Streik angekündigt. Sollten die Tarifverhandlungen am kommenden Donnerstag scheitern, wollen die Beschäftigten zunächst ab 1. April in einen Warnstreik treten.

Bei einem unbefristeten Streik, "können wir die Vertriebskanäle ganz schnell trocken legen", erklärte der stellvertretende NGG-Vorsitzende, Claus-Harald Güster, am Freitag in Hamburg.

Auf die 11.000 Beschäftigten der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG in Deutschland kommen nach Angaben der NGG die Schließung von 20 Vertriebs- und 4 von 25 Produktionsstandorten zu. "Im schlimmsten Fall könnten nach unseren Berechnungen damit bis zu 4000 Arbeitsplätze wegfallen", sagte Gesamtbetriebsrat Johan Botella.

Sieben Prozent mehr Lohn gefordert

Gewerkschaft und Beschäftigte fordern in den Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Lohn. Sie bieten dafür aber an, bei hoher Nachfrage für Getränke etwa im Sommer längere Schichten ohne Lohnausgleich zu arbeiten. Mit dieser Maßnahme will die Belegschaft den Angaben zufolge eine Beschäftigungssicherung erreichen.

Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG mit Marken wie Coca-Cola, Fanta, Sprite, Apollinaris und Bonaqa soll nach Einschätzung der Gewerkschaft Mitte kommenden Jahres von dem amerikanischen Mutterkonzern an die Coca-Cola Enterprises verkauft werden, die einen großen Teil des europäischen Markts beherrscht. Mit dem Abbau der Standorte sollen Sparmaßnahmen durchgesetzt werden, erklärte Gesamtbetriebsrat Botella.

Zudem plane der Konzern, zukünftig verstärkt auf Einwegprodukte zu setzen, um weitere Kosten einzusparen. Eine Getränkeproduktion in Mehrwegverpackungen sei arbeitsintensiver, sagte Botella. Zu den Einwegverpackungen zählen auch Getränkedosen oder Plastikflaschen, die am Pfandautomaten zurückgenommen werden können.

Quelle: AP/felt

 
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