Dresdner Bank endgültig Geschichte: Commerzbank bekommt neues Logo
zuletzt aktualisiert: 28.10.2009 - 17:28Frankfurt (RPO). Die Commerzbank bekommt knapp ein Jahr nach der Übernahme der Dresdner Bank ein neues Markenzeichen. Das Logo soll den Commerzbank-Schriftzug und das zum Dreieck gefaltete Band der Dresdner Bank in Commerzbank-Gelb verbinden.
Es werde in den kommenden Monaten schrittweise an den mehr als 1200 Filialen angebracht, sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Mittwoch in Frankfurt. Damit endet die fast 140-jährige Geschichte der Dresdner Bank endgültig. Die Commerzbank hatte das Institut im Januar für rund fünf Milliarden Euro vom Münchener Versicherungsriesen Allianz gekauft.
Ein Stück Dresdner Bank bleibt im neuen Markenauftritt des fusionierten Konzerns erhalten: Das gelbe Band ist eine Abwandlung des grünen "Ponto-Auges", das der von der Rote Armee Fraktion (RAF) ermordete Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto in den 1970er-Jahren eingeführt hatte. "Wir nehmen Elemente von beiden Häusern auf, damit sich Kunden und Mitarbeiter in der neuen Marke wiederfinden können", erklärte Blessing. "Das lag uns am Herzen."
Nur in Dresden bleibt die Dresdner Bank
Bei der Integration gibt der Vorstand Gas: Schon im zweiten Quartal 2010 - also ein halbes Jahr früher als geplant - sollen sämtliche Geschäftsstellen der Dresdner Bank unter dem Namen "Commerzbank" geführt werden, wie Vorstandsmitglied Ulrich Sieber ankündigte. Nur die Filialen in Dresden behielten aus Markenschutzgründen ihren alten Namen.
Die Aufwendungen für die Umstellung bezifferte Blessing auf 50 Millionen Euro. Sie sind Teil der Restrukturierungskosten von zwei Milliarden Euro, die der Vorstand für die Zusammenführung der beiden Geldhäuser veranschlagt hat.
Von den 9000 Stellen, die im Zuge der Integration wegfallen, seien bereits etwa 2400 abgebaut, sagte Sieber. Zusätzlich habe die Commerzbank mit 1300 Mitarbeitern Regelungen über Altersteilszeit abgeschlossen.
Um die Akquisition der Dresdner Bank zu ermöglichen, musste der Staat die Commerzbank zwei Mal mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro Kapital unter die Arme greifen. Er ist nun mit 25 Prozent und einer Aktie größter Eigentümer der Bank.
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