Kapitalerhöhung bei Kreditinstitut: Commerzbank besorgt sich frisches Geld
zuletzt aktualisiert: 13.01.2011 - 18:43Frankfurt/Main (RPO). Die Commerzbank hat am Donnerstag die Weichen gestellt, um ihr Kapital um knapp zehn Prozent zu erhöhen. Sie habe rund 118 Millionen Aktien zum Preis von je 5,30 Euro bei institutionellen Investoren platziert, teilte die während der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.
Sie wolle damit ihr Stammkapital den verschärften internationalen Regularien anpassen und ihr hartes Kernkapital aufstocken. Die Beteiligung des Bundes bei der Commerzbank solle von der Kapitalerhöhung unberührt bleiben, teilte das Institut mit. Derzeit hält er 25 Prozent plus eine Aktie an der Commerzbank.
Eine Erhöhung des Kernkapitals ist notwendig, um den Vorgaben der europäischen Bankenaufseher nach dem Basel-III-Abkommen gerecht zu werden. Die Regeln treten bis 2019 stufenweise in Kraft. Banken müssen danach den Anteil ihres sogenannten harten Kernkapitals künftig von zwei auf sieben Prozent mehr als verdreifachen.
Die Quote beschreibt das Verhältnis vom Kapital einer Bank zu ihren risikobehafteten Geschäften, also Krediten und Geldanlagen. Mit einer höheren Kernkapitalquote können Banken im Krisenfall Kreditausfälle oder Börsencrashs besser abfedern.
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