"Schwieriges Jahr": Commerzbank tief in den roten Zahlen
zuletzt aktualisiert: 18.02.2009 - 07:49Frankfurt/Main (RPO). Nach hohen Verlusten im Schlussquartal 2008 erwartet die Commerzbank auch für 2009 ein "sehr schwieriges Jahr". Bei der Vorlage der Jahresbilanz erklärte Finanzvorstand Eric Strutz in Frankfurt am Main: "Wir werden weiter konjunkturelle Belastungen sehen, die aber in 2010 wieder abnehmen sollten."
In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres geriet die Commerzbank tief in die roten Zahlen: Das Unternehmen wies einen Verlust von 809 Millionen Euro aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 201 Millionen erwirtschaftet worden war. Das Gesamtjahr konnte mit einem kleinen Gewinn von drei Millionen Euro gerade noch ausgeglichen gestaltet werden. Eine Dividende werden die Aktionäre diesmal aber nicht erhalten, nachdem es 2007 noch einen Euro je Aktie gab.
Bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein habe sich die Bank "mit ihrem starken Kerngeschäft trotz der Belastungen aus der Finanzmarktkrise erfreulich entwickelt", erklärte Vorstandsprecher Martin Blessing. Die Zahl der Privatkunden in Deutschland stieg im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf mehr als sechs Millionen, die Kundeneinlagen kletterten um 25 Prozent auf 101,1 Milliarden Euro.
Wegen der Finanzkrise erhielt die Commerzbank vom staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) 8,2 Milliarden Euro. Im Januar wurde die Hilfe um 10 Milliarden Euro aufgestockt, womit der Staat jetzt ein Viertel der Kapitalanteile hält.
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