Mitarbeiterzahl nahezu halbiert: Commerzbank verkleinert Investmentbanking
zuletzt aktualisiert: 27.09.2010 - 17:14Frankfurt/Main (RPO). Die teilverstaatlichte Commerzbank kommt bei der Integration der Dresdner Bank im Investmentbanking schneller voran als ursprünglich geplant. Die Zahl der Mitarbeiter sei bereits jetzt nahezu halbiert worden, sagte Bereichsvorstand Michael Seelhof am Montag in Frankfurt am Main.
Dieses Ziel hatte die nach Bilanzsumme zweitgrößte deutsche Bank ursprünglich erst für 2012 ausgegeben. Nach der Übernahme der Dresdner Bank hatte sich die Commerzbank zum Ziel gesetzt, insgesamt 9.000 Stellen zu streichen. Davon wurden bereits 6.400 realisiert, wie Vorstandschef Martin Blessing Anfang September gesagt hatte. Im Investmentbanking beschäftigt das Institut derzeit noch 1.800 Mitarbeiter, angepeilt seien etwa 1.650. Bis "Ende 2010 ist die Integration vollständig abgeschlossen", sagte Seelhof.
Den Schwerpunkt im Investmentbanking will die Bank vor allem auf das kundenorientierte Geschäft legen und sich dabei auf die Regionen Deutschland sowie England konzentrieren. Als Wachstumsfelder in diesem Bereich habe der DAX-Konzern insbesondere das Geschäft mit Börsengängen und Kapitalerhöhungen ausgemacht.
Seelhof unterstrich zudem, dass die Risikopositionen abgebaut worden seien. Demnach reduzierte die Bank in der Investmentbanking-Sparte das Volumen der risikogewichteten Aktiva per Ende Juni auf 53 Milliarden Euro. Ende 2008 hatten sie sich noch auf 75 Milliarden Euro belaufen. "Damit haben wir unser Zielniveau für 2012 bereits jetzt fast erreicht", sagte er.
Insgesamt will die Commerzbank durch die Dresdner-Bank-Übernahme Synergien in Höhe von 2,4 Milliarden Euro realisieren. Diese sollen ab 2013 in vollem Umfang wirksam werden. Ende dieses Jahres werden sich die Synergien bereits auf gut 1,1 Milliarden Euro belaufen, hatte Blessing jüngst erklärt.
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