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Chemiekonzern
Bayer startet neuen Kunststoffkonzern Covestro

Bayer: Von der Farbenfabrik zum Weltkonzern
Bayer: Von der Farbenfabrik zum Weltkonzern FOTO: AP, AP
Leverkusen. Die Kunststoffsparte des Bayer-Konzerns macht den ersten Schritt in die Unabhängigkeit: Am Dienstag ist der Teilkonzern Bayer MaterialScience planmäßig unter seinem neuen Namen Covestro an den Start gegangen.

Die Eigenständigkeit werde es dem Unternehmen ermöglichen, seine Stärken im globalen Wettbewerb noch schneller und flexibler auszuspielen, betonte Vorstandschef Patrick Thomas.

Seine Mitarbeiter hatte das Unternehmen am Nachmittag am Firmensitz in Leverkusen zu einem großen Fest geladen. Vor einem Jahr hatte Bayer-Chef Marijn Dekkers die Abspaltung des Bereichs und dessen Börsengang bis Mitte 2016 angekündigt. Bayer will sich künftig als sogenannter Life-Science-Konzern ganz auf seine ertragreicheren Sparten Gesundheit und Agrarwirtschaft konzentrieren.

Vor zehn Jahren hatte sich Bayer bereits von der traditionsreichen Chemie getrennt, die als Lanxess weitergeführt wurde und vor wenigen Jahren in den deutschen Leitindex Dax aufgestiegen war. Covestro gilt ebenfalls als potenzieller Kandidat für die erste Börsenliga und produziert unter anderem Rohstoffe für Schaumstoffe, hochwertige Kunststoffe sowie Lacke und Spezialchemikalien. Abnehmer sind vor allem Autoindustrie, Elektronik- und Baubranche sowie die Möbel-, Sport- und Textilwirtschaft.

Im vergangenen Jahr hatte Covestro mit weltweit gut 14.000 Beschäftigten an 30 Standorten rund um den Globus einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro erzielt. Die wichtigsten Produktionsstandorte in Deutschland befinden sich in Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel.

Welche Pläne er mit Covestro hat, erzählt Vorstandschef Patrick Thomas im Interview.

(dpa)
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