Finanzkrise: Credit Suisse streicht 5300 Stellen
zuletzt aktualisiert: 04.12.2008 - 08:47Zürich (RPO). Die Großbank Credit Suisse (CS) streicht als Folge der Finanzkrise weltweit 5300 Stellen. Der Abbau entspricht elf Prozent des Personalbestands und soll vor allem im Investment Banking vollzogen werden, hat der zweitgrößte Schweizer Bankenkonzern mitgeteilt.
Im vierten Quartal rechnet die CS mit einem Nettoverlust von rund drei Milliarden Franken, wobei sich diese Schätzung auf Ende November bezieht.
Der Personalabbau soll zusammen mit weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zu Kosteneinsparungen von rund zwei Milliarden Franken führen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Die Kundengelder und die Finanzierung seien sehr stabil, versichert das Institut. Die Kernkapitalquote dürfte Ende 2009 bei rund 13 Prozent liegen. Im Private Banking, dem Vermögensverwaltungsgeschäft mit Privatkunden, sei der Geschäftsverlauf gut und der Neugeldzufluss ansprechend.
Außerdem gab die CS bekannt, dass Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz, Konzernchef Brady Dougan und der Chef des Investment Bankings wegen des schlechten Jahresergebnisses keine Boni für 2008 kassieren werden.
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