Autokonzerne: Daimler-Chef Zetsche sollte Ford-Chef werden
zuletzt aktualisiert: 11.04.2006 - 07:17Düsseldorf (rpo). Es ist zwar schon ein Jahr her, aber der neue Vorstandsvorsitzende von Daimler-Chrysler, Dieter Zetsche, hatte nach Informationen des "Handelsblatt"auch ein Angebot, Chef des US-Autokonzerns Ford zu werden. Das Ford-Angebot an Zetsche sei ein wichtiger Grund für den überraschenden Rückzug von Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp Mitte vergangenen Jahres gewesen.
Von Ford war hierzu keine Stellungnahme zu erhalten. Die Familie Ford, die 40 Prozent des Kapitals am gleichnamigen Autokonzern hält, habe angesichts anhaltend hoher Verluste an eine Führungswechsel gedacht. Unternehmenschef William Ford habe auf einem Familientreffen im April 2005 seinen Rücktritt angeboten, wenn ein externer Nachfolger gefunden werde, berichtete die Zeitung.
Neben Zetsche sei auch Nissan-Chef Carlos Ghosn in der engeren Wahl gewesen. Ghosn habe abgelehnt. Zetsche dagegen habe Interesse bekundet und diesen Trumpf im Rennen um den Daimler-Chrysler-Chefsessel genutzt.
Schrempp hatte am 28. Juli 2005 angekündigt, zum Jahresende den Vorstandsvorsitz an Zetsche zu übergeben und den Konzern nach über 44 Jahren zu verlassen. Am Mittwoch dieser Woche eröffnet Zetsche in Berlin seine erste Hauptversammlung als Vorstandsvorsitzender von Daimler-Chrysler.
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