Autoabsatzkrise: Daimler denkt über Kurzarbeit nach
zuletzt aktualisiert: 14.11.2008 - 06:48Berlin (RPO). Daimler gerät in der Autoabsatzkrise unter Druck. Vorstandschef Dieter Zetsche kündigte an, dass er Kurzarbeit in den Werken nicht mehr ausschließe. "Wir müssen unsere Produktion der gesunkenen Nachfrage ständig anpassen", sagte er.
"Es macht keinen Sinn, Autos auf Halde zu bauen. Durch unsere Arbeitszeitkonten sind wir schon flexibel. Je nachdem wie es weitergeht, könnten Arbeitszeitverkürzungen ein weiterer Schritt sein", sagte Zetsche der "Bild"-Zeitung. Zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau äußerte sich Zetsche zurückhaltend: "Wir wissen nicht, wie hart uns die Krise noch erfasst. Deshalb kann ich dazu derzeit keine Prognose abgeben."
Daimler werde nicht versuchen, den Absatz mit Rabattaktionen anzukurbeln. "Die Kunden nur mit Geld und Nachlässen überzeugen zu wollen, wird dauerhaft nicht funktionieren", sagte Zetsche. Das beste Rezept in schwierigen Zeiten seien überzeugende Autos - und die habe der Konzern. Zetsche: "Daimler hat sich in den letzten Jahren durch eine Reihe von Maßnahmen in eine Position der Stärke gebracht. Wir stehen heute im Vergleich zu anderen deutlich besser da."
Staatliche Hilfen, um die schwere Absatzkrise zu überstehen, werde Daimler vorerst nicht in Anspruch nehmen. "Wir wollen die Krise alleine meistern. Aber auch das gesündeste Unternehmen muss sich am Finanzmarkt mit Kapital versorgen. Wenn dies längerfristig nicht möglich ist, wäre es auch für die Automobilindustrie notwendig, den Staat um Unterstützung bei der Finanzierung zu fragen", sagte Zetsche.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
