Daimler einigt sich mit Maybach-Familie über MTU-Verkauf
zuletzt aktualisiert: 08.09.2005 - 13:07
Stuttgart (AFP). Der Verkauf des Dieselmotorenherstellers MTU Friedrichshafen rückt näher. DaimlerChrysler hat einen Teil der Minderheitsgesellschafter überzeugt, deren Anteile an den Autobauer zu verkaufen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag in Stuttgart und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dabei handelt es sich um die Mitglieder der Gründerfamilie Maybach, die noch mit 7,2 Prozent an MTU beteiligt sind. Ein Preis wurde nicht genannt. Er soll aber der Zeitung zufolge deutlich über dem anteiligen Verkaufspreis für das gesamte Unternehmen liegen. Der Entschluss der Familie Maybach sei ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Unternehmens MTU und seiner Mitarbeiter, sagte der DaimlerChrysler-Sprecher. Der Konflikt zwischen dem Stuttgarter Autokonzern und den Familiengesellschaftern verzögert seit Monaten den von DaimlerChrysler geplanten Verkauf des Dieselmotorenherstellers. Das Verfahren ist kompliziert, weil alle Beteiligten, also DaimlerChrysler und zwölf Gesellschafter aus den Familien Schmid-Maybach und von Brandenstein-Zeppelin, ein Vetorecht haben.
Quelle: afp
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