Bundesregierung berät: Daimler hält sich Ausstieg bei EADS offen
zuletzt aktualisiert: 16.02.2011 - 16:14Stuttgart (RPO). Der Autobauer Daimler behält sich die Option eines Ausstiegs aus dem europäischen Luftfahrtkonzern EADS offenbar vor. Daimler-Chef Dietmar Zetsche sagte am Mittwoch in Stuttgart, über die Aktionärsstruktur bei EADS müsse in Zukunft diskutiert werden.
Laut Medienberichten will der Autobauer seine EADS-Anteile - 15 Prozent des Kapitals und 22,5 Prozent der Stimmrechte - ganz loswerden, um sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Das würde die kompliziert austarierte Eigentümerstruktur zwischen der deutschen und französischen Seite sprengen.
Zetsche sprach sich dafür aus, dass in der Eigentümerstruktur eine ausgewogene Lösung zwischen der deutschen und französischen Seite gefunden werden solle.
Konkreter äußerte er sich nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDEU) will sich am Mittwoch kommender Woche in einer Sitzung mit mehreren Ministern mit dem Thema befassen. Sollte Daimler tatsächlich bei EADS aussteigen, könnte eine denkbare Lösung darin liegen, dass der Bund die Daimler-Anteile aufkauft.
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