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Massiver Sparkurs: Daimler kündigt Stellenabbau in Deutschland an

zuletzt aktualisiert: 04.11.2009 - 17:20

Stuttgart (RPO). Bis Ende März sollen rund 1000 Mitarbeiter des Autobauers Daimler in Deutschland ihren Job verlieren. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin hätten Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat ein entsprechendes freiwilliges Programm zum Personalabbau vereinbart.

 Foto: AP, AP
Foto: AP, AP

Das Angebot richtet sich den Angaben zufolge an Mitarbeiter bis zum Alter von 50 Jahren. So bestehe auch die Möglichkeit, die Arbeitszeit für drei Jahre zu reduzieren oder sich befristet freisetzen zu lassen. Über die finanziellen Auswirkungen des Programms konnte der Autobauer zunächst keine Angaben machen.

Bei dem Autobauer sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 ausgeschlossen. In Deutschland waren Ende September bei dem Konzern 163.500 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren 5200 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Durch eine Äußerung von Konzernchef Dieter Zetsche hatten die Spekulationen über einen weiteren Stellenrückgang bei dem Unternehmen neue Nahrung bekommen. "Es ist eine Frage, wie wir aus der Krise kommen. Wir müssen realistisch sein, die Beschäftigtenzahlen werden 2010 nennenswert rückläufig sein", war Zetsche von der "Südwest Presse" zitiert worden.

Der Konzern hatte wegen der Absatzkrise einen massiven Sparkurs angekündigt. Bislang sind die Kosten um 3,5 Milliarden Euro gesenkt worden. Im dritten Quartal hatte der Hersteller einen Mini-Gewinn von 56 Millionen Euro nach Steuern eingefahren.

Für das erste Halbjahr hatte Daimler noch einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Bei dem Konzern sind zurzeit 27.400 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit, für 89.000 Mitarbeiter gilt eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich.

Beim letzten radikalen Sparprogramm hatte die Mercedes-Gruppe 9.700 Stellen abgebaut, 1200 mehr als ursprünglich geplant. Der Konzern hatte die Jobs über Abfindungen und Frühpensionierungen gestrichen.

Quelle: AP/seeg

 
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