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Ab September verschwinden sie aus den Läden: Das Aus für die Glühbirne ist besiegelt

zuletzt aktualisiert: 18.03.2009 - 13:54

Brüssel (RPO). Es ist das endgültige Aus für die Glühbirne: Nach der Zustimmung der EU-Regierungen im Dezember verabschiedete die EU-Kommission am Mittwoch zwei technische Verordnungen, um die allmähliche Abschaffung der klimaschädlichen Glühbirnen umzusetzen. Sie sollen mit Energiespar- und Halogenlampen ersetzt werden.

Hat die Glühbirne bals ausgedient? Darüber streiten sich Politiker und Experten.  Foto: ddp, ddp
Hat die Glühbirne bals ausgedient? Darüber streiten sich Politiker und Experten. Foto: ddp, ddp

Ab 1. September 2009 sollen 100-Watt-Birnen sowie alle matten Glühlampen aus den Geschäften verschwinden, ein Jahr später alle Glühbirnen mit einer Leistung zwischen 75 und 100 Watt. Am 1. September 2011 sind Birnen mit einer Leistung von mindestens 60 bis 74 Watt an der Reihe, ab dem 1. September 2012 soll es in der EU gar keine herkömmlichen Glühbirnen mehr zu kaufen geben.

Der Hintergrund: Ein Großteil des von Glühbirnen verbrauchten Stroms verpufft in Form von Wärme, nur fünf Prozent werden in Licht umgesetzt - bei Energiesparlampen sind es bis zu 25 Prozent. Nach Angaben der EU-Kommission verbrauchen diese deshalb zwischen 65 und 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Mit Halogenlampen lasse sich immerhin eine Einsparung von 25 Prozent erzielen.

EU-weit könne mit dem Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen der Stromverbrauch von 23 Millionen Haushalten eingespart werden, erklärte die Kommission. Dies werde den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) jährlich um 32 Millionen Tonnen vermindern.

"Kein Beweis für Gesundheitsrisiken"

Gesundheitliche Bedenken gegen Energiesparlampen erklärte die EU-Kommission für unbegründet. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass das Flimmern von Energiesparlampen beispielsweise epileptische Anfälle auslösen könne, sagte Kommissionssprecher Ferran Tarradellas Espuny.

Die Abschaffung der Glühbirne war auf einem EU-Gipfel 2007 unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel angeregt worden. Auch das EU-Parlament hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen.

Quelle: AP

 
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