Jahresverlust steigt auf zwei Milliarden Euro: Das Desaster der WestLB wächst
zuletzt aktualisiert: 06.12.2003 - 11:41Düsseldorf (rpo). Der drohende Verlust bei der WestLB steigt vermutlich auf fast zwei Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft müsse um 452 Millionen Euro wertberichtigt werden. Das soll die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ihrem dritten Prüfbericht verlangt haben.
Das Verhalten der Ex-Vorstände wird in dem BaFin-Bericht nach Angaben des Magazins der "Spiegel" neu bewertet. Eine Gesamtverantwortung für das Desaster sei "nur teilweise gegeben", heißt es darin. Zugleich gestalteten sich die Verhandlungen über ein Ausscheiden der 41- jährigen Robin Saunders, Chefin des Geschäftsfeldes Principle Finance, schwierig. Sie sei in viele der Firmen, die sie für die WestLB gekauft oder mit Krediten der Bank versorgt habe, selbst eingestiegen.
Gesellschafterverträge dieser Firmen schrieben vor, dass alle Entscheidungen einstimmig erfolgen müssen. Sollte ihr die WestLB kündigen, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Insider, habe die Bankerin in der Vergangenheit damit gedroht, alle Entscheidungen zu blockieren.
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