Joachim Hunold gilt als erfolgreicher Macher.
Sein Aufstieg gleicht dem vom Tellerwäscher zum Millionär. Mit 29 Jahren begann er als Gepäckverlader am Flughafen Düsseldorf.
Nach der Wende kaufte er die amerikanische Fluglinie "Air Berlin Inc". Aus einem kleinen Unternehmen machte er die zweitgrößte deutsche Fluglinie.
Jetzt tritt der Unternehmens-Chef zurück.
2007 landete Hunold einen Coup: Er kaufte die Traditionslinie LTU. Die Übernahme tat Air Berlin erst einmal gut. Im dritten Quartal konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,2 Prozent auf 857,6 Millionen Euro steigern, der Nettogewinn stieg um 19,4 Prozent auf 60,8 Millionen Euro.
Hunold wurde am 5. September 1949 in Düsseldorf geboren.
Er gilt als Querkopf, Haudrauf, Choleriker. Er spricht gerne frei von der Leber weg. Mitarbeitern gegenüber gibt er sich jovial.
Im Unternehmen wird er schlicht "Achim" gerufen. Nach außen gibt sich Air Berlin gerne als verschworener Haufen.
Von gewerkschaftlicher Mitbestimmung hält Hunold gar nichts. Einen Betriebsrat gibt es bei Air Berlin nicht.
Joachim Hunold verkörpert den aggressiven Stil und den Erfolg des Unternehmens. Doch das ist nun Geschichte.