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Börse: Dax bricht wegen Libyen-Krise ein

zuletzt aktualisiert: 23.02.2011 - 18:27

Frankfurt/Main (RPO). Wegen der chaotischen Zustände im wichtigen Öl-Lieferland Libyen ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch erneut eingebrochen. Die Weigerung von Staatschef Muammar al Gaddafi, sein Amt aufzugeben, und die gleichzeitige Ankündigung, den Kampf fortzusetzen, belastete alle Indices. Der Dax verlor 1,7 Prozent und ging bei 7195 Punkten aus dem Handel.

Der MDax gab um 1,8 Prozent nach und schloss bei 10.122 Zählern. Der TecDax verschlechterte sich um 2,0 Prozent auf 881 Punkte.

Auch an der New Yorker Wall Street gerieten die Kurse wegen der Krise in Libyen unter Druck, allerdings etwas weniger stark als in Deutschland. Der steigende Ölpreis und die enttäuschenden Zahlen von HP wirkten sich negativ aus. Gegen 17.45 Uhr gab der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent nach und notierte bei 12.147 Punkten. Der Nasdaq-Composite-Index stand bei 2733 Zählern, das entsprach einem Minus von 0,8 Prozent.

Euro steigt

Der Euro profitierte von der Erwartung steigender Zinsen. Experten gehen davon aus, dass die steigenden Rohstoffpreise die Inflation treiben werden und die Zentralbank darauf mit einem höheren Leitzins antworten könnte. Die Gemeinschaftswährung erreichte den höchsten Stand seit zwei Wochen, gegen 17.50 stand der Kurs bei 1,3763 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,3731 Dollar festgelegt.

Im Dax litten Infineon am stärksten: Der Kurs fiel um 4,3 Prozent auf 7,67 Euro. Volkswagen verschlechterten sich um 4,0 Prozent auf 115,90 Euro. K+S gingen um 3,7 Prozent auf 54,40 Euro zurück. Einziger Gewinner waren Merck, die um 0,4 Prozent auf 65,00 Euro zulegten. Beiersdorf blieben praktisch unverändert bei 43,28 Euro. Bayer verlor 0,4 Prozent auf 55,10 Euro.

Im MDax war das Gesamtbild unwesentlich besser, wenn auch das Spektrum deutlich größere Ausschläge aufwies. Praktiker stiegen um 2,6 Prozent auf 8,65 Euro. Gagfah legten um 1,1 Prozent auf 8,20 Euro zu. Hamburger Hafen stiegen um 0,7 Prozent auf 12,43 Euro. Größter Verlierer waren Demag Cranes, die um 5,2 Prozent einbrachen und bei 34,50 Euro aus dem Handel gingen. Wenig besser entwickelten sich Leoni mit einem Minus von 4,8 Prozent auf 30,12 Euro. Fielmann verschlechterten sich um 4,3 Prozent auf 63,15 Euro.

Im TecDax legten Bechtle gegen den Trend um 3,2 Prozent auf 27,38 Euro zu. Am stärksten verloren Roth & Rau, die bei Handelsschluss 7,6 Prozent ihres Werts abgegeben hatten und 14,26 Euro kosteten. Manz Automation verschlechterten sich um 6,4 Prozent auf 44,26 Euro. QSC gaben um 5,7 Prozent auf 3,05 Euro nach.

Quelle: apd/felt

 
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