Aktienmarkt: Dax büßt 1,4 Prozent ein
zuletzt aktualisiert: 06.03.2008 - 18:11Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag schwächer aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 6591 Punkte. Schlechte Nachrichten aus den USA und der steigende Ölpreis setzten die Märkte unter Druck.
Der MDAX büßte 0,8 Prozent auf 8982 Zähler ein und der TecDAX 1,2 Prozent auf 765 Punkte. Der Anstieg der Zwangsversteigerungen in den USA belastete Händlern zufolge stark. Er habe dem US-Markt und damit auch dem DAX einen entscheidenden Schlag versetzt. Auch die neuen Rekordstände des Euro und des Ölpreises wirkten sich negativ aus. Im Blick standen den Tag über die DAX-Werte Deutsche Post und E.ON, die am Donnerstag ihre Bilanzen vorlegten.
Schwächer tendierten die US-Börsen an der New Yorker Wall Street am Donnerstag im frühen Geschäft. Der Dow-Jones-Index verlor bis 17.00 Uhr 0,9 Prozent auf 12 151 Zähler. Der Nasdaq-Composite gab um 0,4 Prozent auf 2266 Punkte nach. Händler sprachen von einem abwartenden Geschäft im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Die Verunsicherung sei weiterhin groß. Viele Marktteilnehmer gehen von einem erneuten Test der Januartiefs aus und halten sich daher zurück.
Der Euro sprang am Donnerstag von Rekordhoch zu Rekordhoch. Gegen 18.00 Uhr notierte der Euro bei 1,5362 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag einen Referenzkurs von 1,5319 Dollar festgestellt. Nach der Sitzung des EZB-Rates am Nachmittag hatte die EZB den Leitzins bei 4,0 Prozent bestätigt.
Im DAX gaben vor allem die Finanztitel nach. Hypo Real Estate führten demnach auch die Verliererliste an. Die Papiere verloren 6,3 Prozent auf 17,16 Euro. Infineon büßten 3,9 Prozent auf 4,92 Euro ein. Infineon werden laut Händlern von Aussagen des Intel-Geschäftsführers Paul Otellini belastet. Dieser hatte von stark fallenden Preisen für NAND-Speicherchips gesprochen.
Auf der Gewinnerseite profitierten TUI von einer Hochstufung und legten 3,4 Prozent auf 16,95 Euro zu. Laut der Tageszeitung "Die Welt" wird die Aufspaltung des TUI-Konzerns in Touristik und die Containerschifffahrt immer wahrscheinlicher. Deutsche Post notierten nach der Veröffentlichung der Bilanz für 2007 erst schwächer, gewannen dann aber bis zum Handelsschluss 1,1 Prozent auf 22,03 Euro. E.ON erhöhten sich nach der Bilanzpressekonferenz um 1,3 Prozent auf 123,33 Euro.
Im MDAX standen Arcandor am stärksten unter Druck. Die Aktien verloren 6,2 Prozent auf 10,06 Euro. ProSiebenSat.1 gingen um 5,8 Prozent auf 13,19 Euro zurück. Auf der anderen Seite gewannen Vossloh hinzu und verteuerten sich um 3,1 Prozent auf 94,50 Euro.
Im TecDAX waren freenet das Schlusslicht. Die Papiere reduzierten sich um 5,4 Prozent auf 11,36 Euro. Rofin Sinar hingegen waren am meisten gesucht und stiegen um 4,0 Prozent auf 27,79 Euro. Kontron verbesserten sich um 0,9 Prozent auf 10,48 Euro. Das Unternehmen hatte am Morgen die Gründung eines Joint Ventures in Taiwan mitgeteilt.
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