Folgen der Wirtschaftskrise: Dax-Konzerne strichen bisher 50.000 Jobs
zuletzt aktualisiert: 29.08.2009 - 11:50Berlin (RPO). Trotz Kurzarbeit verliert die deutsche Wirtschaft Arbeitsplätze: Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise vor einem Jahr haben die 30 Dax-Konzerne einem Zeitungsbericht zufolge weltweit rund 50.000 Jobs gestrichen, 22.000 davon in Deutschland.
Nach Berechnungen der "Welt am Sonntag" fiel der Stellenabbau in Deutschland mit etwa 30.000 Stellen besonders groß aus. Die Zeitung verglich die Beschäftigtenzahlen vom 30. September 2008 mit denen vom 30. Juni 2009. Allein seit Jahresbeginn seien hierzulande mehr als 22.000 Stellen weggefallen.
Der Jobabbau in den Großkonzernen finde trotz weitreichender Abkommen mit den Betriebsräten zur Beschäftigungssicherung statt, die in der Regel betriebsbedingte Kündigungen ausschließen. Auch umfassende Kurzarbeit könne den Trend offenbar nicht aufhalten.
So würden Stellen nicht wieder besetzt, befristete Jobs gestrichen oder auch Mitarbeitern Auszeiten von bis zu zwei Jahren mit anschließender Rückkehrgarantie eingeräumt. Der Rotstift werde vor allem bei Industriekonzernen angesetzt, besonders in der Autoindustrie.
Spitzenreiter beim Personalabbau in Deutschland war dem Bericht zufolge der Autokonzern Daimler, der zum Stichtag 30. Juni 5800 Jobs weniger aufwies als noch zum 30. September 2008, gefolgt von der Telekom (minus 5200), Siemens (minus 4000), ThyssenKrupp (minus 3900) und BMW (minus 3200). Der Medizinkonzern Fresenius habe hingegen für den größten Personalaufbau (plus 2800) unter den 30 Dax-Konzernen gesorgt.
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