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Infineon verliert nach Philips-Zahlen: DAX schließt kaum verändert

zuletzt aktualisiert: 14.10.2003 - 20:44

Frankfurt/Main (rpo). Nach dem kraftvollen Wochenauftakt hat der Deutsche Aktienindex DAX am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Das Börsenbarometer lag zum Handelsschluss kaum verändert bei 3538,13 Punkten.

Das war ein Minus von 0,01 Prozent zum Vortag. Der MDAX verlor 0,33 Prozent auf 4155,22 Punkte. Der TecDAX sank um 1,20 Prozent auf 538,58 Zähler.

Nach den kräftigen Kursaufschlägen am Montag strichen die Anleger Gewinne ein, sagten ein Händler. Es herrsche vor den Unternehmenszahlen der kommenden Tage eine gewisse Unsicherheit.

Zu den Verlierern im DAX gehörte die Commerzbank-Aktie, die sich um 2,38 Prozent auf 15,56 Euro verbilligte. Die Papiere der HypoVereinsbank legten hingegen nach zwischenzeitlichen Verlusten um 0,25 Prozent auf 15,95 Euro zu. Am Vortag hatten neue Gerüchte über einen möglichen Einstieg internationaler Finanzinstitute die Kurse der beiden Banken beflügelt.

Unter Druck standen die Papiere des Chipherstellers Infineon. Sie verloren 1,68 Prozent auf 12,28 Euro. Händler führten die Kursverluste auf die Quartalszahlen des niederländischen Konkurrenten Philips zurück. Der größte europäische Elektronikkonzern übertraf zwar beim Umsatz die Analystenprognosen, schrieb jedoch operativ Verluste. Dies deute auf einen hohen Preisdruck in der ohnehin defizitären Chipsparte hin, sagten Börsianer. Zudem sei der Ausblick verhalten ausgefallen.

Schering gefallen 

Aktien des Pharmaunternehmens Schering fielen trotz positiver Nachrichten zur weiteren Entwicklung des Medikaments Leukine um 2,50 Prozent auf 40,57 Euro. Das Krebsmittel Leukine hat sich nach Mitteilung von Schering auch in der Behandlung der Darmerkrankung Morbus Crohn als wirksam erwiesen.

Die VW-Aktie profitierte hingegen von den Plänen des Wolfsburger Konzerns, wegen der großen Nachfrage nach dem neuen Golf die Produktion des Modells zu steigern. Händler verwiesen zudem auf die positiven Pkw-Zulassungszahlen in Westeuropa im September. VW-Aktien gewannen 1,77 Prozent auf 43,12 Euro und setzten sich damit an die DAX-Spitze.

Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo und der Münchner Allianz- Konzern nehmen an diesem Mittwoch Gespräche über die Zukunft des Nivea-Herstellers Beiersdorf auf. Die im MDAX notierte Beiersdorf- Aktie stieg um 1,51 Prozent auf 110,95 Euro.

Im MDAX setzte auch die Aktie des Privatfernsehsenders ProSiebenSat.1 Media ihren Aufwärtstrend vom Vortag fort und legte 1,92 Prozent auf 11,13 Euro zu. Händler führten die Gewinne auf eine positive Studie zum Werbemarkt zurück, die erstmals seit 2001 wieder eine Aufhellung der Branchenkonjunktur nahe lege.

London und Paris schwächer

In den USA legte nach frühen Verlusten der Dow Jones zuletzt um 0,22 Prozent auf 9786 Punkte zu, während die NASDAQ um 0,20 Prozent auf 1938 Punkte gewann. In Paris und London schlossen die Märkte etwas schwächer. Der EuroSTOXX 50 gab zum Handelsende 0,43 Prozent auf 2552,38 Punkte nach.

Am Rentenmarkt verlor der Bund Future 0,2 Prozent auf 112,75 Punkte. Der REX gab 0,09 Prozent auf 117,27 Punkte nach. Die Umlaufrendite stieg auf 3,99 (Montag: 3,98) Prozent. Der Euro kletterte wieder über die Marke von 1,17 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1634 (Montag: 1,1688) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8595 (0,8556) Euro.


 
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