Börse: Dax startet Woche mit Verlusten
zuletzt aktualisiert: 21.02.2011 - 09:35Frankfurt/Main (RPO). Der Dax ist mit leichten Abgaben in die neue Woche gestartet. Im frühen Handel notierte der deutsche Leitindex bei minus 0,4 Prozent auf knapp 7400 Punkte. Der MDax verlor ebenfalls 0,4 Prozent auf 10.469 Zähler, der TecDax gab 0,5 Prozent ab auf 912 Punkte.
Marktbeobachter rechnen mit einem insgesamt trägen Handel, nicht zuletzt wegen des Feiertags in den USA - am Montag ist President's Day. "Die Wall Street bleibt heute geschlossen, das spricht eher für einen ruhigen Handel", hieß es.
Für eine gewisse Aufmerksamkeit dürften dennoch die zahlreichen Konjunkturdaten am Vormittag sorgen. Neben diversen Einkaufsmangerindizes für Deutschland und der Euro-Zone wird das Münchner ifo-Institut den vielbeachteten Geschäftsklimaindex für Februar veröffentlichen. Prognostiziert wird ein zum Vormonat unveränderter Stand von 110,3 Punkten. Eine gewisse Aufmerksamkeit dürfte auch die schwelende Krise in verschiedenen Staaten des Nahen Ostens finden. Vor allem die angespannte Lage in Libyen wird wegen der Ölvorräte des Landes mit Argusaugen verfolgt.
In New York hatten die US-Aktienindizes nach einem trägen Handel am Freitag etwas fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg um 0,6 Prozent auf 12.391 Punkte, der Nasdaq-Composite erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 2834 Zähler. Händler sprachen von einem sehr ruhigen Geschäft in Erwartung des langen Feiertagswochenendes. Die wenigsten Anleger seien noch neue Positionen eingegangen, hieß es. Weder die erneuten geldpolitischen Straffungen in China noch die anhaltenden Unruhen im Nahen Osten konnten den Aufwärtstrend anhalten.
Der Euro startete zum Dollar kaum verändert in die neue Woche. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,3674 Dollar, im späten freitäglichen Geschäft in New York wechselte sie noch für 1,3695 Dollar den Besitzer. Weiter stützend wirken Devisenhändlern zufolge die Aussagen des Direktoriumsmitglieds der Europäischen Zentralbank (EZB), Lorenzo Bini Smaghi: Der Italiener hatte Ende vergangener Woche betont, die EZB werde die Entwicklung der Teuerung genau beobachten. Die Frankfurter Währungshüter hatten den Euro-Referenzkurs am Freitag auf 1,3627 Dollar festgelegt.
Im Dax mussten K+S die größten Verluste hinnehmen, die Aktien verloren 1,6 Prozent auf 56,51 Euro. Bayer gaben 1,2 Prozent ab auf 56,50 Euro, BASF fielen um knapp 1,0 Prozent auf 60,91 Euro. Am anderen Ende waren Merck Spitzenreiter mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 65,58 Euro. Commerzbank folgten mit einigem Abstand: Die Papiere des Geldinstituts gewannen 0,9 Prozent auf 6,20 Euro. Allianz machten 0,2 Prozent gut auf 108,30 Euro.
Im MDax verloren allen voran Lanxess 2,0 Prozent auf 55,50 Euro. ProSiebenSat.1 folgten mit einem Verlust von 1,9 Prozent auf 23,04 Euro. An der Spitze lagen Hamburger Hafen, die 0,5 Prozent zulegten auf 33,35 Euro.
Im TecDax büßten Aixtron 4,4 Prozent ein auf 29,30 Euro. Nordex gewannen am anderen Ende 2,8 Prozent dazu auf 6,74 Euro.
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