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Nick Reilly Opel Panorama ddp 2009
  Foto: ddp, ddp
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8300 Stellen sollen wegfallen: Der GM-Plan für Opel steht

zuletzt aktualisiert: 05.12.2009 - 13:13

Frankfurt/Main (RPO). Der Plan der Opel-Mutter General Motors für die Sanierung des Rüsselsheimer Traditionskonzerns steht. Dies verkündete der Vorsitzende des GM-Europageschäfts, Nick Reilly, bei einer Telefonkonferenz. Als eine der wichtigsten Aufgabe nannte der Amerikaner, das ramponierte Image zu polieren. Bei Opel und Vauxhall sollen zudem 8300 Stellen wegfallen. Offen bleibt indes die Frage nach Staatshilfen.

Zu 90 bis 95 Prozent sei der Plan sicher, sagte Nick Reilly, neuer dauerhafter Vorsitzender des Europageschäfts von GM, am Samstag in einer Telefonkonferenz. Kleine Abweichungen seien im Zuge der folgenden Verhandlungen aber noch möglich.

Aktuell sei die Streichung von rund 8300 Stellen geplant, um die Kapazitäten von Opel und der Schwestermarke Vauxhall auf das notwendige Maß zurückzufahren. Damit bestätigte Reilly den vorläufigen Sanierungsplan, der der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires vorliegt. Der endgültige Restrukturierungsplan soll in den kommenden zwei bis drei Wochen vorgelegt werden.

Seine Hauptaufgabe sieht der Manager zunächst in der Umsetzung der Sanierung des Europageschäfts. Zudem soll der Imageschaden repariert werden, den die Marke Opel im Zuge des gescheiterten Verkaufsprozesses vor allem in Deutschland genommen hat. Zwar sei der Marktanteil zuletzt leicht gestiegen, doch hätte die Zunahme höher ausfallen müssen, erklärte Reilly. Zukünftig müsse der Fokus daher wieder mehr auf der Produktpalette liegen als auf der Restrukturierung. Dort gebe es einige Lücken zu schließen.

Zu den konkreten Vorstellungen für das Produktportfolio äußerte sich der Manager nicht. Opel brauche aus seiner Sicht wegen des Markttrends in Richtung von Kleinstwagen aber ein "Mini"-Modell unterhalb der Corsa-Plattform. Zudem müsse im Bereich kleiner Nutzfahrzeuge etwas getan werden.

Die Verhandlungen über Staatshilfen für Opel laufen laut Reilly in die richtige Richtung. Es habe zuletzt positive Signale gegeben. Es brauche aber sicher noch einige Zeit, bis in diesem Zusammenhang Vollzug gemeldet werden könne. Das Wichtigste sei, sicherzustellen, dass mögliche Hilfen nicht mit dem Wettbewerbsrecht der EU kollidierten.

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sagte indes, er erwarte einen Bürgschaftsantrag. Der Standort Bochum sei gesichert. Der geplante Abbau von 1800 Bochumer Stellen liege unter den Abbauplänen von Magna. Rüttgers ließ offen, ob das Land über Bürgschaften hinaus zu neuen Staatshilfen bereit wäre.

Quelle: DDP/csi

 
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