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Deutsche Bahn: Details zum Datenskandal werden veröffentlicht

zuletzt aktualisiert: 27.03.2009 - 06:32

Berlin (RPO). Die Deutsche Bahn hat die Daten von zahlreichen Mitarbeitern überprüft. Die ersten Details zu dieser Datenschutzaffäre werden am Freitag vorgestellt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG erhält einen Zwischenbericht.

Die Sonderermittler Herta Däubler-Gmelin und Gerhart Baum sowie die Wirtschaftsprüfer von KPMG sind seit etwa sechs Wochen damit beschäftigt, die heimlichen Datenabgleich-Aktionen des Unternehmens zu untersuchen, bei denen zwischen 1998 und 2006 mindestens fünf Mal heimlich die Daten von Mitarbeitern und Lieferanten abgeglichen wurden.

Die Aktionen hatten unter anderem deshalb für Schlagzeilen gesorgt, weil nicht nur die Datenschutzbeauftragten und die Arbeitnehmervertretungen übergangen wurden, sondern auch Vorstandschef Hartmut Mehdorn nach eigenen Angaben nichts davon gewusst hatte. Neben den ehemaligen Bundesministern Däubler-Gmelin und Baum und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ermitteln auch der Berliner Datenschutzbeauftragte und die Staatsanwaltschaft in der Sache.

Mit einem endgültigen Bericht ist vorerst nicht zu rechnen. Die Bahn hatte in eigenen Berichten bereits 43 unterschiedliche Aktionen zugegeben, bei denen sie Verstöße gegen geltendes Recht am Ende nicht mehr ausschloss.

Der Aufsichtsrat berät außerdem über das Jahresergebnis 2008, das die Bahn am kommenden Montag in Berlin vorstellen will. Unbestätigten Informationen zufolge hat das Unternehmen zwar Gewinne gemacht, aber die gesteckten Ziele wegen der Wirtschaftskrise im zweiten Halbjahr verfehlt. Deshalb ist nach Informationen der "Bild"-Zeitung Mehdorns Gehalt um fast ein Drittel von 2,98 Millionen Euro in 2007 auf 1,94 Millionen Euro gesunken. Auch insgesamt sind den Angaben zufolge die Bezüge des achtköpfigen Bahn-Vorstands 2008 um rund 30 Prozent von 14,2 Millionen in 2007 auf rund 9,6 Millionen Euro gesunken.

Quelle: AP

 
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