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Trotz 735 Millionen Euro Verlust
2,3 Milliarden Euro Boni für Mitarbeiter der Deutschen Bank

Deutsche Bank: 2,3 Milliarden Euro Boni für Mitarbeiter trotz Verlust
Die Deutsche Bank in Frankfurt am Main (Archivbild). FOTO: afp
Frankfurt. Es ist der dritte Jahresverlust in Folge, trotzdem zahlt die Deutsche Bank ihren Mitarbeitern für das vergangene Geschäftsjahr wieder einen Milliardenbonus.

Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des größten deutschen Geldhauses hervorgeht, beträgt die Gesamtsumme der variablen Vergütung für die rund 97.500 Mitarbeiter des Konzerns 2,275 Milliarden Euro. Für 2016 hatte die Bank lediglich 546 Millionen Euro an Boni ausgeschüttet - vor allem an die Mitarbeiter der Investmentbank.

Das Top-Management verzichtet erneut auf seinen Bonus. Vorstandschef John Cryan bezog 2017 ein Grundgehalt von 3,4 Millionen Euro. Das sind 400.000 Euro weniger als im Vorjahr. Grund ist eine Änderung der Vergütungsregeln. Den Aktionären will die Bank eine Mini-Dividende von elf Cent je Anteilsschein zahlen.

Im testierten Jahresabschluss, der am Freitag veröffentlicht wurde, weist der Frankfurter Dax-Konzern 735 Millionen Euro Verlust aus. Anfang Februar hatte die Deutsche Bank anhand vorläufiger Zahlen von 497 Millionen Verlust für das vergangene Jahr berichtet. Hauptgrund für die Abweichung sei ein einmaliger Buchungseffekt bei Steueransprüchen in Großbritannien.

Konzernchef John Cryan will die Bank wieder in die Gewinnzone führen:
"Wir bekräftigen unser Ziel, für das Jahr 2018 wieder einen Nettogewinn und eine wettbewerbsfähige Ausschüttung zu erreichen. Wir haben inzwischen die Grundlage dafür geschaffen, das Potenzial unserer Bank wieder auszuschöpfen." Für 2017 sollen die Aktionäre eine Dividende von elf Cent je Aktie erhalten.

Der Vorstand - der aktuell mit zwölf Managern besetzt ist - erhält für 2017 insgesamt 29,2 Millionen Euro Vergütung. Ein Jahr zuvor wurde der Vorstand mit rund 25,9 Millionen Euro entlohnt. 2016 war der Bonustopf mit rund 500 Millionen Euro gefüllt. Vor allem die traditionell gut bezahlten Investmentbanker, bei denen etwa die Hälfte der Gelder landet, sollen sich für wieder steigende Boni eingesetzt haben.

(gaa/REU/dpa)
 
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