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Umstrukturierungen bei Deutschlands größtem Bankhaus
EZB bremste "große" Lösung der Deutschen Bank

Deutsche Bank - EZB bremste "große Lösung"
FOTO: dpa, fru tba soe
Frankfurt. Die intern diskutierte Aufspaltung der Deutschen Bank in einen Filial- und einen Investmentbereich soll am Veto der Aufseher gescheitert sein. Die EZB hielt eine allein auf Investmentbasis operierende Deutsche Bank für zu schwach.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters habe die Europäische Zentralbank (EZB) das radikale Strategiemodell einem Stresstest unterzogen und sei dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die verbleibende Investmentbank eine Finanzkrise nicht überstehen würde.

Die Finanzierungskosten wären in die Höhe geschossen und die Einheit am Ende wohl ausgetrocknet. Die EZB, die seit dem vergangenen Jahr die Aufsicht über die Großbanken in der Euro-Zone hat, wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Die Deutsche Bank hatte sich für die "kleine" Lösung entschieden - nur die Postbank wird verkauft. Das verbleibende "blaue" Filialnetz der Deutschen Bank wird aber erheblich ausgedünnt, auch die Investmentbank soll schrumpfen. In abgespeckter Aufstellung will Deutschlands größtes Geldhaus endlich mehr Rendite schaffen, um im internationalen Vergleich nicht abgehängt zu werden.

Co-Vorstandschef Anshu Jain hatte am Montag bei der Präsentation der neuen Strategie betont, die Regulierer hätten bei der Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell eine große Rolle gespielt. Wie die interne Strategiedebatte genau ablief und welche Modelle im Einzelnen diskutiert wurden, dazu äußert sich das Institut nicht.

(REU)
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