Zwei neue US-Klagen gegen Geldhaus: Deutsche Bank fährt Milliardengewinn ein
zuletzt aktualisiert: 27.04.2010 - 14:56Frankfurt (RPO). Die Deutsche Bank ist mit einem Milliardengewinn in das neue Jahr gestartet. Deutschlands größte Bank fuhr von Januar bis März ein Plus von 1,8 Milliarden Euro nach Steuern ein, wie das Geldhaus am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. In den USA gibt es indes zwei neue Klagen gegen das Institut wegen Geschäften mit Wertpapieren vor dem Hintergrund der Finanzkrise.
Vor Steuern lag das Plus der Deutschen Bank im ersten Quartal bei 2,8 Milliarden Euro, wie der Finanzkonzern mitteilte. Die Deutsche Bank habe zum Jahresauftakt davon profitiert, dass sich die Weltwirtschaft stabilisiert habe. Vor diesem Hintergrund habe die Deutsche Bank "ihr zweitbestes Quartalsergebnis vor Steuern erzielt", erklärte Konzernchef Josef Ackermann. Jedoch verblieben für die Wirtschaft "noch einige Risiken".
Die Deutsche Bank verbesserte damit ihr Ergebnis aus dem Vorjahresquartal, als sie einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro nach beziehungsweise 1,8 Milliarden Euro vor Steuern machte. Das Gesamtjahr 2009 schloss sie mit einem Gewinn von fünf Milliarden Euro nach Steuern ab.
Den Milliardengewinn seines Unternehmens führte Ackermann auf Geschäfte im Investment-Banking zurück, wo die Bank mit 2,7 Milliarden Euro vor Steuern ein Rekordergebnis erzielt habe. Dies sei "umso bemerkenswerter", da die Deutsche Bank ihre eigenen Finanzgeschäfte sowie ihre Geschäftsrisiken seit Ausbruch der Finanzkrise deutlich verringert habe, erklärte Ackermann.
In den USA muss sich die Deutsche Bank indes zwei neuen Klagen von Anlegern vor Gerichten in New York und San Francisco stellen, wie das Institut mitteilte. In den Verfahren geht es demnach um Wertpapiere auf Grundlage von Hypotheken, die von der Deutschen Bank aufgelegt oder verkauft wurden.
Die Sammelklage von Anlegern in New York sei Anfang April in Teilen abgewiesen worden, teilte die Deutsche Bank mit. Das zuständige Gericht habe einem entsprechenden Antrag des Instituts teilweise stattgegeben. Die Anlegerverfahren seien noch in einem frühen Stadium, teilte die Deutsche Bank mit. Gegen das Institut laufen noch fünf weitere ähnlich gelagerte Verfahren. Daneben teilte die Deutsche Bank mit, "Vorladungen und Informationsanfragen von Aufsichtsbehörden und Regierungsbehörden" erhalten zu haben.
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