Krise der Finanzinstitute: Deutsche Bank reißt Banken-Aktien ins Minus
zuletzt aktualisiert: 14.01.2009 - 15:45Frankfurt (RPO). Gleich mehrere Hiobsbotschaften erschütterten am Mittwoch die Finanzbranche. Die Deutsche Bank wird im vierten Quartal einen Verlust von 4,8 Milliarden Euro verbuchen, Ackermann holt sich den Staat über den Einstieg der Post ins Haus und der Bund prüft, ob er beim angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate einsteigen soll. Kein Wunder, dass alle Finanztitel im Deutschen Aktienindex ins Minus gerieten.
Nun ist auch die Deutsche Bank ins Straucheln geraten. Der Branchenprimus muss das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Nettoverlust von 3,9 Milliarden Euro abschließen. Allein im vierten Quartal werde der Verlust bei 4,8 Milliarden Euro liegen. Im vierten Quartal 2007 hatte die Bank noch 953 Millionen Euro verdient.
Insbesondere der Handel mit Kreditprodukten, das Aktienderivategeschäft sowie der Aktieneigenhandel haben das Finanzinstitut ins Minus gerissen. Details will die Bank am 5. Februar auf der Bilanzpressekonferenz erläutern.
Die Finanzkrise hat auch die Situation bei der Übernahme der Postbank verändert. Wegen der gefallenen Aktienkurse verhandelt das Finanzhaus auch die Übernahme der Postbank nach. Diese sei zwar "kapitalschonender", dafür steige aber die Konzernmutter Deutsche Post mit einem Anteil von acht Prozent in die Deutsche Bank ein und mit ihr auch die Bundesregierung als Post-Großaktionär.
So gehörten die Papier der Deutschen Bank heute im Deutschen Aktienindex zu den größten Verlierern. Am Nachmittag lagen die Aktien 9,35 Prozent im Minus. Noch mehr verloren nur die Papiere der Postbank: der Kurs der Aktie viel um knapp 18 Prozent. Die Papiere der Commerzbank verloren 8,46 Prozent auf 3,92 Euro, die Allianz vergleichsweise geringe 4,22 Prozent auf 67,24 Euro. Die Deutsche Post lag immerhin noch mit 2,5 Prozent im Minus.
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