kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Finanzämter erhalten mehr Rechte: Deutsche Bankkunden werden öfter kontrolliert

zuletzt aktualisiert: 18.03.2009 - 14:30

München (RPO). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Rechte der deutschen Steuerbehörden gestärkt. Künftig können Finanzämter leichter als bisher Kontrollmitteilungen von den Banken einfordern. Künftig ist dies bereits möglich, wenn Hinweise auf Fehler in der Steuererklärung vorliegen. Bisher musste der Verdacht einer Straftat vorliegen. Bankkunden müssen somit häufiger mit einer Kontrolle ihrer Konten rechnen.    

Künftig genügt Finanzämtern schon der Verdacht eines Fehlers, um Informationen über das Konto eines Bürgers zu erhalten.  Foto: ddp
Künftig genügt Finanzämtern schon der Verdacht eines Fehlers, um Informationen über das Konto eines Bürgers zu erhalten. Foto: ddp

Wie alle Unternehmen werden auch Banken regelmäßig von Betriebsprüfern besucht, die nachsehen, ob das Unternehmen seine Steuern ordnungsgemäß zahlt. Bei den Banken stoßen die Prüfer dabei zwangsläufig auch auf Daten zu Konten und Depots der Kunden. Streitig war nun, unter welchen Voraussetzungen der Prüfer das für den Kunden zuständige Finanzamt über Auffälligkeiten informieren darf.

Der Siebte Senat des BFH hatte dies bislang nur bei einem strafrechtlichen Anfangsverdacht zugelassen, andernfalls werde das Bankgeheimnis ausgehöhlt. Diese Schwelle ist recht hoch, weil eine Straftat eine Schuld und bei Steuerhinterziehung letztlich einen Vorsatz voraussetzt.

Davon rückte der Senat nun ab. Nach dem neuen Urteil reicht es aus, wenn voraussichtlich ein steuerlicher Klärungsbedarf besteht, der beispielsweise auch durch Fehler oder Unwissen entstehen kann. Eine Kontrollmitteilung sei aber auch künftig nur bei Sachverhalten zulässig, die sich aus dem üblichen Bankgeschäft herausheben und "ein klares Übergewicht des fiskalischen Interesses" gegenüber dem Bankgeheimnis vermuten lassen. Damit schloss sich der Siebte Senat einem alten Urteil des Achten Senats an.

Im konkreten Fall war der Prüfer auf Bankkunden gestoßen, die hohe Schadenersatzzahlungen für Fehlkäufe von Wertpapieren erhalten hatten. Daraus schloss der Prüfer auf hohe Vermögen, die möglicherweise in den Steuererklärungen nicht angegeben wurden. Eine solche Vermutung reichte dem BFH nicht aus. Vor dem Finanzgericht soll das Finanzamt aber noch die Gelegenheit bekommen, die geplanten Kontrollmitteilungen genauer zu begründen.

Quelle: AFP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Französisches Familienunternehmen

Europas größter Geflügelproduzent Doux ist pleite

Der größte europäische Geflügelproduzent Doux ist offiziell pleite: Ein Handelsgericht im ... mehr 

Ausverkäufe am Aktienmarkt

Dax bricht ein

Ausverkäufe am Aktienmarkt

Ernüchternde US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag die jüngste Talfahrt beim Dax deutlich beschleunigt. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region
Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Die Justizministerin muss sich von Unionspolitikern als "Sicherheitsrisiko" und "Bremsklotz" betiteln lassen.

Streit um Vorratsdaten

CSU nennt Justizministerin "Sicherheitsrisiko"

Die Klage der EU-Kommission gegen Deutschland hat den Koalitionsstreit über die Vorratsdatenspeicherung wieder angefacht. mehr

 

Dietzenbach

Vater soll Baby totgeschüttelt haben

Ein Mann aus Dietzenbach soll sein vier Wochen altes Kind zu Tode geschüttelt haben. mehr

 

Menschenrechtsrat fordert Untersuchung

UN verurteilt Syrien wegen Hula-Massaker

 

Keine Lösung bis zum Herbst

SPD-Länder lehnen Steuerabkommen weiter ab

 

Debatte um marodes Atommüll-Lager

Altmaier will Lex Asse zur Atommüll-Bergung

 
 

Elfjähriger berichtet aus Syrien

Ali al Sajed überlebte das Hula-Massaker

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen