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Großteil durch E-Commerce erzielt: Deutsche Internet-Branche macht 45 Milliarden Umsatz

zuletzt aktualisiert: 27.01.2010 - 13:19

Frankfurt/Main (RPO). Die Internet-Wirtschaft in Deutschland ist zu einer eigenständigen Branche geworden. Mit einem Umsatz von mehr als 45 Milliarden Euro hat die Branche ihren Höhepunkt noch nicht erreicht: Bis 2010 erwartet eco eine rasante Weiterentwicklung.

Die Länderchefs haben den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag unterschrieben. Foto: rponline
Die Länderchefs haben den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag unterschrieben. Foto: rponline

Marktforscher der Beratungsfirma Arthur D. Little ermittelten für 2008 einen Gesamtumsatz von 45,7 Milliarden Euro. Davon entfallen 59,1 Prozent auf den E-Commerce - der im Netz erzielte Handelsumsatz nicht mitgerechnet - sowie auf Online-Werbung und Online-Plattformen.

Ein gutes Drittel (37,2 Prozent) wird von denjenigen Unternehmen erwirtschaftet, die den Zugang zum Netz bereitstellen oder dessen Infrastruktur betreiben. Für den Rest von 3,7 Prozent sorgt die Teilbranche der Hosting-Anbieter, das Geschäft mit Online-Anwendungen und der Handel mit Internet-Adressen. Insgesamt tummeln sich in dieser Branche rund 6000 Unternehmen.

Eine im Herbst 2009 abgeschlossene Umfrage unter 700 Internet-Firmen ergab, dass es hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung bis 2012 ganz unterschiedliche Erwartungen gibt. So drücken ein harter Preiskampf, hohe Anforderungen an Investitionen und die Erwartung einer Marktkonsolidierung die Stimmung bei den Netzbetreibern. In den anderen Teilbranchen werden hingegen zumeist kräftig steigende Umsätze erwartet.

Dies gilt auch für die Anbieter von Internet-Inhalten wie die Medien. "Wir erwarten, dass wertvoller Content in Zukunft auch wieder Bezahlplattformen finden wird, von Video bis News", sagte der Mitverfasser der Studie, Jürgen Morath, bei der Vorstellung der Ergebnisse in Frankfurt am Main. Künftig werde es diese Inhalte nicht mehr in gleichem Maße wie bisher völlig umsonst geben.

Dabei sei damit zu rechnen, dass verstärkt "hybride Geschäftsmodelle" entwickelt würden, bei denen ein Teil des Angebots weiter kostenlos bleibe, der größere Teil aber nur gegen eine Gebühr abgegeben werde.

Quelle: apd/jre

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