Kauflust beflügelt: Deutsche Möbelindustrie boomt
zuletzt aktualisiert: 11.12.2007 - 13:34Köln (RPO). Die Deutschen kaufen wieder Möbel. Die deutschen Möbelhersteller rechnen mit den besten Verkaufszahlen seit zehn Jahren. Insgesamt geht der Verband der Deutschen Möbelindustrie von einem Umsatzplus von rund fünf Prozent aus.
Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Dirk-Uwe Klaas, berichtete in Köln, in den ersten neun Monaten hätten die etwa 1.000 deutschen Möbelhersteller Küchen, Schränke, Betten und Sitzmöbel im Wert von 12,9 Milliarden Euro abgesetzt, 7,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die deutschen Hersteller profitieren derzeit vor allem von ihren Erfolgen im Auslandsgeschäft. "Niemals zuvor waren deutsche Möbel in der Welt gefragter als heute", sagte Klaas. Von Januar bis September 2007 kletterten die Exporte um 16,2 Prozent auf einen Wert von 5,4 Milliarden Euro. Im Inland stagniert dagegen nach dem von der Mehrwertsteuererhöhung ausgelösten Nachfrageboom Ende 2006 das Neugeschäft. Die Exportquote stieg dadurch auf 38 Prozent.
Die wichtigsten Exportmärkte für die deutschen Möbelhersteller sind nach wie vor die Niederlande, gefolgt von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Großbritannien. Doch auch in Osteuropa, in Asien und sogar in Nordamerika erzielten die Möbelbauer aus der Bundesrepublik hohe Steigerungsraten. Besonders gefragt sind dabei Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, aber auch Sitzmöbel und Küchen.
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