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Arbeitskampf
Verdi verschärft die Streiks bei der Post

Hintergrund: Kleine Geschichte der Deutschen Post
Hintergrund: Kleine Geschichte der Deutschen Post FOTO: AP
Bonn/Berlin. Mit einer Ausweitung der Poststreiks auf Briefträger und Paketzusteller heizt Verdi den Arbeitskampf an. Postkunden müssen damit rechnen, dass sie den Ausstand immer stärker zu spüren bekommen.

Der Arbeitskampf bei der Deutschen Post mit unbefristeten Streiks in Briefzentren und bei der Zustellung geht am Donnerstag in den vierten Tag. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers sollen weitere Briefträger und Postboten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden. Bis zum Mittwoch befanden sich laut Gewerkschaft rund 14 500 Beschäftigte in einem dauerhaften Ausstand.

Bislang hatte die Post nach eigenen Angaben die Folgen der Arbeitsniederlegungen bei den Kunden in Grenzen gehalten. Knapp 90 Prozent aller Briefsendungen hätten pünktlich zugestellt werden können.

Hintergrund des Konflikts sind neben Gehältern und kürzeren Arbeitszeiten vor allem die Arbeitsbedingungen in den neuen regionalen Paketgesellschaften. Für deren mehr als 6000 Beschäftigte, die nicht streiken dürfen, gelten andere ungünstigere Tarifverträge.

Verdi fordert eine Rückführung der Gesellschaften in den Konzern und damit in den Haustarifvertrag. Das schließt die Post kategorisch aus. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht.

(lnw)
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