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Ausgleich für sinkende Erlöse: Deutsche Post will Briefporto erhöhen

zuletzt aktualisiert: 07.11.2009 - 12:26

Düsseldorf (RPO). Der Chef der Deutschen Post, Frank Appel, will das Briefporto erhöhen und damit die sinkenden Gewinne aus dem Briefgeschäft ausgleichen. Dazu muss aber zunächst das Postgesetz geändert werden. "Die Bundesregierung muss den rechtlichen Rahmen an die künftigen Entwicklungen anpassen."

Die Deutsche Post wehrt sich gegen Vorwürfe, sie halte ihre Versprechen nicht.  Foto: ddp, ddp
Die Deutsche Post wehrt sich gegen Vorwürfe, sie halte ihre Versprechen nicht. Foto: ddp, ddp

Auf die Frage der "Wirtschaftswoche", ob er die Politik oder die Bundesnetzagentur um Erlaubnis fragen werde, die Portopreise anzuheben, sagte Appel demnach: "Auch darüber müssen wir reden. Fakt ist, dass wir das Porto seit zwölf Jahren nicht erhöht haben." Mitarbeiter müssten vernünftig bezahlt werden.

Appel sagte, dass zwei bis drei Viertel des Rückgangs im Briefgeschäft nicht auf die Konjunktur zurückzuführen seien. "Wir verlieren stetig Masse, weil unsere Kunden immer mehr E-Mails statt Briefe schreiben. Der Brief ist ein schrumpfendes Geschäft."

Eine klare Absage erteilte Appel der Meldung zufolge Zukäufen im Ausland: "Es ist unrealistisch, die derzeitigen Rückgänge in Deutschland durch Geschäft im Ausland wettmachen zu wollen. Dort kämpfen die Postunternehmen mit denselben Problemen wie wir."

Appel hält Internet-Werbung für überbewertet

Trotz der Verluste beim Geschäft mit adressierten Werbesendungen rechnet der Post-Chef zukünftig wieder mit einem Anstieg in diesem Bereich. Die Werbung im Internet werde überschätzt. "Momentan ist es einfach attraktiv, Online-Werbung zu machen. Das ist wieder so ein Herdentrieb-Effekt. Viele denken: Weil alle Werbung im Internet schalten, müssen wir es auch tun", wurde Appel zitiert. Doch die klassische Werbepost sei meist effektiver. "Das bestätigen unsere Marktforscher. Das Geschäft wird daher zurückkommen."

Quelle: AP/awei

 
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