Emissionen: Deutsche Unternehmen reduzieren CO2-Ausstoß deutlich
zuletzt aktualisiert: 15.05.2006 - 09:05Dessau (rpo). Deutsche Unternehmen werden umweltfreundlicher. Im vergangenen Jahr bliesen sie deutlich weniger des Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre als noch im Jahr 2004. Die Firmen reduzierten ihren Kohlendioxid-Ausstoß um neun Millionen Tonnen.
Das teilte das Umweltbundesamt am Montag in Dessau mit. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, begrüßte die Entwicklung. Damit zeige der vor gut einem Jahr eingeführte Emissionshandel Wirkung. Viele Firmen hätten ihre Anlagen technisch aufgerüstet oder hätten die Produktion auf umweltfreundlichere Anlagen verlagert.
Insgesamt bliesen die Firmen laut Umweltbundesamt rund 474 Millionen Tonnen CO2 in die Luft. Das sind etwa vier Prozent oder 21 Millionen Tonnen weniger, als ihnen an Emissionshandels-Berechtigungen zustanden. Zwei Drittel aller Anlagen stießen weniger Kohlendioxid aus als erlaubt. Ein Drittel verschmutzte die Luft dagegen stärker als es ihnen zustand. Diese Unternehmen mussten damit Emissionsrechte zukaufen.
Der vor einem Jahr EU-weit gestartete Emissionshandel soll Unternehmen mit wirtschaftlichen Anreizen zum Klimaschutz bewegen: Wer in klimafreundliche Technologien investiert, kann Emissionszertifikate verkaufen. Wer dagegen viel CO2 in die Luft bläst, muss die Rechte teuer erwerben.
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