Studie: Bei Geld hört die Freundschaft auf: Deutsche verleihen nur ungern Geld
zuletzt aktualisiert: 19.08.2009 - 16:26Quickborn (RPO). Die Deutschen verleihen einer Studie zufolge nur ungern ihr Geld. Rund 30 Prozent der Bundesbürger würden grundsätzlich kein Geld verleihen, auch nicht an Freunde, wie aus einer am Mittwoch vorgestellten Umfrage des Meinungsforschunginstituts Forsa im Auftrag der Commerzbank-Tochter Comdirect hervorgeht.
85 Prozent stimmten demnach dem Sprichwort zu "Beim Geld hört die Freundschaft auf". Zwei Drittel der Deutschen würden sich von ihren Freunden eine Bestätigung über den geborgten Betrag geben lassen. Nur jeder Dritte hingegen vertraue seinen Bekannten beim Thema Geld vollkommen.
60 Prozent der Befragten sind laut Studie zwar grundsätzlich bereit, Geld zu verleihen, wollen dies jedoch an Bedingungen knüpfen. So wollten 84 Prozent derer, die Freunden mit Geld aushelfen, den Verwendungszweck wissen, wie Comdirect mitteilte. Akzeptiert werden demnach das Begleichen von Arztkosten, wofür 80 Prozent Geld verleihen würden oder auch Anwaltsrechnungen (57 Prozent).
Finanzielle Hilfe bei Spielschulden könnten sich hingegen nur acht Prozent vorstellen. Auch bei Urlaubsreisen (acht Prozent) oder Schönheits-Operationen (vier Prozent) sei die Hilfsbereitschaft nur gering. Für die repräsentative Studie wurden deutschlandweit 1060 Personen zwischen 18 und 65 befragt.
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