| 12.51 Uhr

Immobilienkonzerne
Deutsche Wohnen bläst LEG-Kauf ab

Deutsche Wohnen sagt geplante LEG-Übernahme ab
Das Logo der Deutsche Wohnen. FOTO: dpa, pdz fux tmk
Frankfurt/Main. Der Frankfurter Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat die geplante Übernahme des Düsseldorfer Konkurrenten LEG abgesagt. Man werde die nötige Zustimmung im Kreis der eigenen Aktionäre nicht erreichen, teilte die Deutsche Wohnen mit.

Die zugleich im Raum stehende Übernahme der Deutsche Wohnen durch den Marktführer Vonovia lehne man dennoch weiter ab. "Das Angebot ist für die Deutsche Wohnen-Aktionäre nicht attraktiv", sagte Firmenchef Michael Zahn laut Mitteilung.

Das Vonovia-Angebot ist der Hintergrund für die Absage der geplanten LEG-Übernahme. Einflussreiche Aktionärsberater hätten ihre Unterstützung für das Geschäft zurückgezogen und stattdessen die Annahme des Angebotes von Vonovia empfohlen, hieß es weiter.

Damit findet nun die für den nächsten Mittwoch (28.10.) geplante Hauptversammlung von Deutsche Wohnen nicht statt. Auf dieser hätten die Aktionäre über die Ausgabe neuer Anteilscheine für die Finanzierung der Übernahme abstimmen sollen.

Deutsche Wohnen hatte den LEG-Aktionären 3,3 neue eigene Papiere je LEG-Anteilschein angeboten. Die für die Kapitalmaßnahme erforderliche Mehrheit von 75 Prozent könne nun aber nicht mehr erreicht werden, hieß es in der Mitteilung weiter.

Vonovia-Chef Rolf Buch will aus dem bisherigen Marktführer und der Deutschen Wohnen als der Nummer zwei auf dem deutschen Immobilienmarkt einen neuen Giganten mit mehr als 510 000 Wohnungen schmieden. Vonovia verfügt nach einer ausgedehnten Einkaufstour selbst bereits über 370 000 Wohnungen, hinzu könnten rund 142 000 von der Deutschen Wohnen kommen. Weit abgeschlagen würde die LEG dann mit rund 110 000 Wohnungen folgen.

Die Unternehmen argumentieren mit Kostenvorteilen in Millionenhöhe.
Mieterschützer sehen den Konzentrationsprozess in der Branche und die steigende Marktmacht einzelner Immobilienkonzerne dagegen kritisch.

(lnw)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Deutsche Wohnen sagt geplante LEG-Übernahme ab


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.