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Vor allem Bayer unter Druck
Deutscher Aktienmarkt beginnt leichter

Vor allem Bayer unter Druck: Deutscher Aktienmarkt beginnt leichter
Der Leitindex Dax fiel bis 9.15 Uhr um 0,3 Prozent auf 5963 Punkte. FOTO: AP, AP
Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag leichter gestartet. In den ersten Minuten büßte der Leitindex Dax 0,2 Prozent auf 6011 Punkte ein. Der MDax verlor einen Punkt auf 8014 Zähler, und der TecDax sank um 0,3 Prozent auf 829 Zähler.

Griechenland rücke als Krisen-Thema wieder in den Blick, hieß es. Der Kursrückgang in Tokio im späten Geschäft wird auch damit begründet, dass Griechenland IWF-Hilfen beantragen könnte. Zudem sprachen Händler von Gewinnmitnahmen.

In New York schlossen die Kurse am Mittwoch fester. Grund war Händlern zufolge die Erleichterung über den unveränderten geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Zudem profitierten die Kurse vom überraschend deutlichen Rückgang der Erzeugerpreise, der Inflationssorgen zerstreute und den Konjunkturoptimismus beförderte. Letztlich legte der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent auf 10.734 Punkte zu. Der technologielastigere Nasdaq Composite gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 2389 Zähler.

Der Euro wurde am Morgen zu 1,3664 Dollar deutlich schwächer gehandelt. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs von 1,3756 Dollar festgestellt. Belastend wirkte einmal mehr Griechenland. Berichten zufolge halte sich das Land weiter die Option für Hilfen vom Internationalen Währungsfonds offen. "Die ganze Diskussion ist momentan politisch zu sehen", sagte ein Devisenhändler.

Im Dax standen allen voran Bayer unter Druck und sanken um 1,5 Prozent auf 51,07 Euro. Deutsche Bank verloren 0,4 Prozent auf 54,65 Euro. Auf den Kauflisten standen im Sog guter Nike-Zahlen adidas ganz oben und kletterten um 1,5 Prozent auf 38,00 Euro. Linde notierten 1,1 Prozent fester bei 87,90 Euro.

In der zweiten Reihe verzeichneten SGL Carbon die größten Verluste und büßten 5,0 Prozent auf 21,95 Euro ein. "Die Gewinnschätzungen müssen runter", sagte ein Marktteilnehmer angesichts der vorgelegten Geschäftszahlen. Hugo Boss sanken 1,2 Prozent auf 27,79 Euro. Gesucht waren dagegen IVG Immobilien, die einen Aufschlag von 8,6 Prozent auf 6,11 Euro verbuchten. Stada verteuerten sich um 1,3 Prozent auf 29,81 Euro.

Im TecDax führten Software die Liste der Verlierer an und gaben 1,2 Prozent auf 93,17 Euro nach. Manz Automation fielen um 0,7 Prozent auf 60,32 Euro. Am anderen Ende legten Wirecard 2,6 Prozent auf 8,30 Euro zu. Nordex gewannen 1,3 Prozent auf 9,19 Euro.

(DDP/das)
 
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