Nach schwächerm Start: Deutscher Aktienmarkt dreht leicht ins Plus
zuletzt aktualisiert: 13.01.2010 - 13:21Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch nach einem schwächeren Start leicht ins Plus gedreht. Der Leitindex DAX stieg bis 13.00 Uhr um 0,2 Prozent auf 5952 Punkte. Der MDAX legte 0,1 Prozent auf 7787 Zähler zu und der TecDAX verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 847 Punkte. Beobachter sprachen dennoch von einem zurückhaltenden Geschäft im Vorfeld der Berichtssaison.
Der Euro wurde am Mittag zu 1,4540 Dollar wieder fester gehandelt. Am Dienstag hatte die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs von 1,4481 Dollar festgestellt. Etwas schwächer als prognostiziert ausgefallene Wachstumszahlen aus Deutschland für 2009 setzten den Euro am Vormittag nur vorübergehend etwas unter Druck. Das Bruttoinlandsprodukt fiel 2009 um fünf Prozent und damit so stark wie noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Stärkster Gewinner im DAX waren Infineon mit einem Plus von 3,8 Prozent auf 4,14 Euro. Eine Bank hat das Papier hochgestuft. ThyssenKrupp verteuerten sich um 1,7 Prozent auf 27,21 Punkte. Stärkster Verlierer waren auf der anderen Seite Volkswagen mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 63,31 Euro. Deutsche Bank gaben 1,8 Prozent auf 50,27 Euro nach. Salzgitter verbilligten sich im Gegensatz zu ThyssenKrupp um 1,7 Prozent auf 69,75 Euro.
In der zweiten Reihe waren vor allem Rheinmetall gefragt, die sich um 4,3 Prozent auf 45,70 Euro verteuerten, nachdem Analysten das Kursziel erhöht hatten. TUI legten knapp 4,3 Prozent auf 6,93 Euro zu. Unter Druck standen hingegen vor allem SGL Carbon, die sich um knapp 2,0 Prozent auf 23,26 Euro verbilligten. Gerresheimer gaben ebenfalls knapp 2,0 Prozent auf 24,21 Euro nach.
Im TecDAX legten Dialog Semiconductor um 8,0 Prozent auf 10,48 Euro zu. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr die erfolgreichste Aktienkursentwicklung in Deutschland verzeichnet hat, hat am Morgen erfreuliche Geschäftszahlen bekanntgegeben. Conergy verbesserten sich um 6,0 Prozent auf 0,95 Euro. Die Verlierer wurden auf der anderen Seite von freenet angeführt, die sich um 2,1 Prozent auf 9,05 Euro verbilligten. Großaktionär Permira steigt bei freenet aus. Phoenix Solar gaben 1,7 Prozent auf 40,80 Euro nach.
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