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Rohstoffe werden knapp und teuer: Deutschland droht Versorgungsengpass

zuletzt aktualisiert: 29.01.2007 - 12:59

Düsseldorf (RPO). Rohstoffe werden immer knapper, und das wird Deutschland voraussichtlich teuer zu stehen kommen. Es müsse künftig mit Versorgungsengpässen und Preisen auf hohem Niveau gerechnet werden, prognostizieren Experten. Ein Vorschlag zur Abhilfe: Deutschland sollte Bergwerke im Ausland betreiben.

Grund für die Lage auf dem Rohstoffmarkt sind laut einem Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Aufschwung der Weltwirtschaft und die boomenden chinesischen Märkte. Beides habe bereits im vergangenen Jahr zu Preisanstiegen und Versorgungsengpässen auf den Welt-Metallmärkten geführt.

Im Jahr 2007, prognostizieren die Wirtschaftsforscher, könnte es noch schlimmer kommen. Insbesondere das sehr kräftige Wirtschaftswachstum in China sei von einem rapide zunehmenden Rohstoffverbrauch begleitet.

Einerseits importiert China Rohstoffe, andererseits ist die Hüttenindustrie gut ausgebaut. In der Folge ist China in den letzten Jahren zum führenden Produzenten von Metallen wie etwa Rohstahl oder Hüttenaluminium geworden.

Große Produzentenländer haben laut der Experten bei einigen Metallen solche Marktanteile erreicht, dass sie Einfluss auf Weltmarktpreise und Versorgung nehmen können - die Rohstoffe könnten sogar als politische Waffe eingesetzt werden. Außerdem drängen Schwellenländer mit schnell steigendem Rohstoffverbrauch auf die Weltmärkte.

Die gesicherte Versorgung mit Rohstoffen zu Preisen, die der Wettbewerb niedrig hält, werde zunehmend in Frage gestellt, schlussfolgern die Wissenschaftler. Auch sicherten sich Länder wie beispielsweise China mit staatlicher Unterstützung durch weltweite Beteiligungen zunehmend die Kontrolle über Rohstoffvorkommen auf der ganzen Welt.

Daran könnte sich Deutschland nach Vorstellungen der Wirtschaftsforscher ein Beispiel nehmen: "Die deutsche Industrie sollte sich daher mit staatlicher Unterstützung stärker im ausländischen Bergbau engagieren, um künftig eine gesicherte Versorgung zu gewährleisten", schreibt das DIW.


 
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